Von Vientiane ging es für uns nach Vang Vieng, einem recht bekannten Backpacker-Ort rund eine Stunde nördlich der Hauptstadt. Bekannt ist der Ort vor allem für das Karsteingebirge und seine Höhlen. Und durch seinen ehemaligen Partytourismus, der allerdings immer mehr eingedämmt werden und Action- und Abenteuer weichen soll. Wir hatten hier erstmal für vier Nächte gebucht, wollen ab sofort aber immer spontan schauen, wie lange wir an einem Ort bleiben – je nachdem wie es uns gefällt eben 😊
Maximal geschönte Hotelbeschreibung
Kleiner Sidefact zu unserem Hotel: wir hatten über booking.com im Voraus gebucht; ein Zimmer mit Balkon und Bergblick sowie Pool. Unser Zimmer hat zwar „Bergblick“ über den Dächern von Vang Vieng, die Terrasse war aber geteilt für alle Gäste. Und der Pool? Der war im Backpackers Hostel 500m die Hauptstraße runter 😂 Das nennen wir mal eine maximal geschönte Hotelbeschreibung. Am Ende haben wir ein bisschen Geld zurückbekommen und zahlen nun 13,50€ pro Nacht inklusive Frühstück.
Die ersten Tage hier war vor allem ich leider noch so richtig krank. Insbesondere die Kopfschmerzen haben mir stark zu schaffen gemacht, weil man einfach nichts so richtig genießen kann. Aber ihr kennt mich, ich bin hart im Nehmen und so konnten wir wenigstens ein kleines bisschen was unternehmen. Die zweite Hälfte hatte Freddy dann einen Rückfall (oder sich wieder bei mir angesteckt?) und wir haben es nochmal wieder etwas ruhiger angehen lassen.
Endlich wieder auf der Straße
Endlich wieder Roller fahren! Diese Freiheit auf der Straße haben wir die letzten Wochen schon vermisst. Einfach losfahren und schauen, wo man ankommt. Die Landschaft hier ist auch einfach wunderschön mit den Bergen, so dass das richtig Spaß bringt. Es gibt hier viele Spots in der Umgebung, die man sich anschauen kann und über den Vang Vieng Loop kann man eine richtige Runde fahren, die an vielen Orten vorbeiführt. Und so haben wir die Tage genutzt, um die Umgebung zu erkunden und uns ein bisschen zu entspannen, zur Ruhe zu kommen und gesund zu werden.




Die Caves
Vang Vieng ist bekannt für seine vielen Höhlen. Wir sind eigentlich so gar keine Höhlenliebhaber, aber mussten hier natürlich über unseren Schatten springen und haben ein paar von ihnen besichtigt.
Tham Chang Cave
Für den Einstieg haben wir uns diese Cave rund 2,5 km von unserem Hotel ausgesucht. Hier konnten wir entspannt zu Fuß hingehen. Zum Einstieg der Höhle muss man dann nochmal eine riesige Treppe erklimmen, aber danach ist die Höhle gut ausgebaut und auch beleuchtet. Das war also wirklich sehr Einsteigerfreundlich. Die Höhle an sich war cool anzusehen, aber auch nicht besonders spektakulär.









Phu Kham Cave
Diese Höhle liegt direkt an der Blue Lagoon 1. Auch hier muss man noch ein paar Meter den Berg hinaufklettern, um zum Einstieg der Höhle zu gelangen. Dummerweise hatten wir unser Grubenlicht zu Hause vergessen, so dass wir uns eins für 20k kip leihen mussten 🙄 Und wir hatten mal wieder nur Flipflops an (eine Höhlenwanderung war eigentlich gar nicht geplant) und so konnten wir nur das erste Stück der Höhle betreten, weil es danach echt slippery wurde. Der Witz: für das erste Stück hätten wir gar keine Lampe gebraucht, weil das einfallende Licht auch ausgereicht hätte.




Loup Cave
Wir wollten natürlich auch noch eine richtige Höhle besuchen und haben uns für die Loup Cave entschieden. Rund 15 km von Vang Vieng entfernt liegt diese komplett unausgebaute Höhle. Bei unserem Besuch waren wir dort komplett alleine. Und in der Höhle war es tatsächlich stockdunkel. Und ruhig. Wir fanden es beide sehr gruselig, aber auch total spannend. Vor allem diese Dunkelheit; wenn man das Licht ausmacht, sieht man wirklich GAR NICHTS mehr. So dunkel habe ich es noch nie erlebt. Eine tolle Erfahrung, aber nach knapp 15 Minuten hat es uns auch gereicht und wir wollten wieder raus 😂







Die Blue Lagoons
Neben den Höhlen ist Vang Vieng auch für seine Blue Lagoons bekannt. Insgesamt gibt es sogar sechs Lagunen, von denen wir vier besucht haben.
Blue Lagoon 1
Diese Lagune ist in jedem Tourpaket enthalten und dementsprechend voll. Vor allem mit chinesischen Touristen. Wir fanden sie zwar ganz schön, aber auch relativ klein zum schwimmen und dafür einfach viel zu voll. Das war deshalb nur ein sehr kurzer Abstecher für uns.
Funfact: die Straße von Vang Vieng ins Umland ist anfangs ziemlich schlecht und löchrig – ganz genau bis zur Abzweigung zur Blue Lagoon 1 😂



Blue Lagoon 2
Diese Lagune liegt am Ende (oder Anfang, je nachdem von wo man startet) des Vang Vieng Loops und hat uns am besten gefallen. Es gibt im Grunde zwei Lagunen mit Sprungturm und Seilrutsche. Drumherum gibt es Liegewiesen, so dass man auch ein wenig in der Sonne entspannen kann. Freddy war mutig und ist den etwa 5m hohen Turm runtergesprungen 😎 Ich hab mich noch nicht so fit gefühlt und hatte Angst vorm Kälteschock (billige Ausrede…).
Hier hat es uns so gut gefallen, dass wir direkt zweimal hergekommen sind!






Blue Lagoon 3
Diese Lagune liegt am weitesten von Vang Vieng entfernt und sollte laut Rezensionen am besten zum schwimmen und entspannen sein. Die Lagune an sich ist super schön, es gibt Seilrutschen und man kann gut an der Lagune sitzen und dem Treiben zusehen. Leider lag sie bei unserem Besuch komplett im Schatten und da wir noch arg erkältet waren, war das tatsächlich zu kalt für uns zum schwimmen und entspannen. So haben wir hier nur gemütlich unsere Bowl gegessen und den anderen Gästen beim springen und rutschen zugesehen 😁



Blue Lagoon am Interpark
Der Interpark ist eine super schön angelegte Parkanlage, die auch eine Lagune bietet. Im Park findet man ganz viele Dinosaurier Statuen, so dass man sich ein bisschen wie im Jurassic Park fühlt. Die Kulisse ist auf jeden Fall einmalig. Die Lagune hat auch Seilrutschen und man kann in der Sonne relaxen und dem Treiben zusehen. Es gibt aber keine Liegewiese direkt an der Lagune, sondern nur Stühle und kleine Hütten. Trotzdem haben wir hier ein paar sehr entspannte Stunden am Nachmittag verbracht.









Uns hat die zweite Lagune am besten gefallen, wahrscheinlich weil wir dort auch ein bisschen in der Sonne entspannen konnten. Dafür, dass Laos ein Binnenland ist und kein Meer hat, sind die blauen Lagunen eine tolle Badealternative. Es fühlt sich ein bisschen so an, wie im Sommer in Hamburg im Freibad 😃
Übrigens: alle Lagunen kosten 20k kip Eintritt pro Person! Generell kostet in Laos wirklich ALLES Eintritt 😅
Die Viewpoints
Ein Grund, warum Laos so beliebt ist, sind sicherlich die vielen grandiosen Viewpoints, die das Land bietet. Und genau das war natürlich auch ein Grund für uns hierherzukommen. Weil man hier alleine super wandern können soll. Wie traurig ist es da bitte, dass wir genau hier krank sind? Klar, man will nie krank sein; aber dann genau dort, wo es so viel Action und Abenteuer gibt, ist es irgendwie nochmal schlimmer als am Strand. Und so konnten wir von den vielen Viewpoints leider nur einen besuchen 🙁
Nam Xay Viewpoint
Und das ist der Ausblick mit DEM Laos Foto schlechthin 😄 Der Aufstieg dauert etwa 45 Minuten und ist zwar recht steil und anstrengend, aber definitiv für jeden machbar. Von oben hat man dann einen wirklich atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft und das Karstgebirge. Am Abhang steht ein Motorrad mit dem man wirklich super Fotos schießen kann – für mich bisher das Foto der Reise 😍 Ich will nicht wissen, wer das Motorrad hier hochgetragen hat.

Für diese Aussicht und das Foto hat sich der Aufstieg auch mit Erkältung und wahrscheinlich dadurch doppelter Anstrengung definitiv gelohnt!!! 💯







Super gerne hätten wir noch weitere Viewpoints besucht, aber als ich wieder etwas fitter wurde, hat Freddy leider einen Rückfall bekommen (oder sich wieder bei mir angesteckt?), so dass das leider ausfallen musste. Richtig, richtig schade!
Und so haben wir die restliche Zeit in Vang Vieng mit Erholung und Entspannung verbracht; waren spazieren, bei der Massage und haben gut und lecker gegessen. Unser Favorit: der Nachtmarkt direkt vor unserem Hotel. Hier waren wir fast immer am gleichen Stand und haben uns durch die Karte gekostet: Pad Thai, Green Curry, Red Curry, Mixed Vegetables, Green Bean Salad… alles super lecker! Außerdem hatten wir hier unseren allerersten süßen Roti der Reise 😍 Roti mit Banana ist einfach einer meiner absoluten Lieblingsdessert und es war köstlich! Weiterer Funfact: Roti heißt hier Lotee – ganz bestimmt ein eingeschlichener Fehler weil sie hier das „R“ nicht aussprechen können und es nach „L“ klingt 🤣







Verzögerte Abfahrt
Eigentlich wollten wir nach vier Nächten weiter nach Nong Khiaw in den Bergen weiter im Norden. Hierfür mussten wir zuerst mit dem Zug nach Luang Prabang. Doch leider gab es für unseren gewünschten Reisetag (Montag) keine Tickets mehr 😱 Das haben wir so auch noch nicht erlebt. Und auch für Dienstag nicht. Nach langem überlegen, ob wir mit dem Van fahren (es stand 1 Stunde Zug gehen 4 Stunden Van), haben wir uns entschieden nochmal zwei Tage in unserem Hotel zu verlängern und sind erst am Mittwoch abgefahren. So hatten wir noch etwas mehr Zeit uns auszukurieren.
Und ich konnte so nochmal zwei Tage im Gym in Vang Vieng zwei mini mini Trainings absolvieren. Nach über zwei Wochen Pause tat das schon wirklich gut. Auch wenn ich noch nicht bei 100% war, zum ersten reinkommen hat es gereicht und mich glücklich gemacht. Freddy war übrigens die ersten beiden Tage ohne mich im Gym, als ich noch zu krank war. Somit waren wir beide zweimal trainieren, aber keinmal zusammen im Studio – auch komisch irgendwie.












Am Mittwochmorgen ging es für uns dann direkt zur Railway Station, und von dort weiter nach Luang Prabang.

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