Langkawi – für mich irgendwie ein Sehnsuchtsziel, seitdem ich mich das erste Mal mit Asien beschäftigt habe. Keine Ahnung warum, manchmal gibt es sowas ja einfach. Und so bin ich mehr als happy, dass wir die malaiische Insel dieses Jahr endlich besuchen können. Von Kuala Lumpur ging es also wieder zurück ans Meer.

Auf Langkawi beziehen wir ein einfaches Zimmer in der Nähe vom Pantai Cenang, dem für Touristen bekanntesten Ort auf der Insel. Wir wohnen aber etwas außerhalb und haben so von unserer Terrasse einen herrlichen Blick auf eine riesige grüne Fläche. 

Erstmal ankommen

Am ersten Tag haben wir uns den Ort Pantai Cenang erstmal genauer angeschaut und endlich mal wieder ein paar Stunden am Strand in der Sonne entspannt. Herrlich! 

Der Strand ist super schön, ganz lang, weißer Pudersand und tolles Meer. Es ist schon einiges los, aber immer noch so wenig, dass es auf keinen Fall überfüllt ist. Trotzdem können wir uns gut vorstellen, dass hier irgendwann sowas wie Patong Beach entsteht 😅 Die Jetskis und Bananaboote sind auf jeden Fall schonmal da. 

Am Nachmittag haben wir noch ein wenig am schönen Pool in unserem Hotel gechillt. Hier in Malaysia ist eine andere Zeitzone, das heißt +7 und somit geht die Sonne erst um 19:20 Uhr unter. Die schöne Abendsonne kann man damit mal so richtig genießen. 

Bei all der Entspannung darf das Training natürlich nicht fehlen: also ging es nochmal ins nächstgelegene Gym für ein intensives Beintraining, bevor wir uns auf den Nachtmarkt fürs Dinner gemacht haben.  

Langkawis Nachtmärkte

Auf Langkawi gibt es jeden Abend einen Nachtmarkt. Das Coole: dieser ist jeden Abend woanders. Teilweise sind es sogar die gleichen Stände und Betreiber; also so eine Art Nomadenmarkt 😄 Ganz anders als unsere letzten Erfahrungen in Thailand, ist die Auswahl hier super, alles ist sehr authentisch und viele Locals holen sich hier ihr Abendessen. Entsprechend günstig ist es natürlich auch. Von Reis, Nudeln, Sushi, Satay, über Papaya und Mango Salad bis zu etlichen Desserts und sogar Kichererbsen, findet man hier so einiges fürs Dinner. Kein Wunder, dass wir am Ende tatsächlich jeden Abend aufm Nachtmarkt waren 😂 

Sieht nicht immer ganz so appetitlich angerichtet aus, aber schmeckt umso besser 🤣

Auf zum Machinchang Peak 

Auf Langkawi kann man auch die ein oder andere Wanderung machen. Und so haben wir uns direkt am nächsten Tag auf den Weg gemacht den zweithöchsten Berg, den Machinchang zu besteigen. Die Wanderung startet erstmal ganz entspannt bis zu den Seven Wells Waterfalls über Stufen. Nach ca. 10-15 Minuten erreicht man den Wasserfall und die dazugehörige großzügige Picknick-Area. 

Von dort an wird die Wanderung immer anspruchsvoller. Erst über Stock und Stein, über Wurzeln und Baumstämme. Stetig den Berg hinauf. Je höher man kommt, desto schwieriger wird’s. Am Ende muss man richtig klettern und benötigt wirklich alle vier Hände und Füße. Doch all die Anstrengung lohnt sich (wie immer!). Denn oben angekommen hat man einen total tollen Blick auf die Landschaft und das Meer. Und nicht nur das: auch die Gondel zur Skybridge kann man von hier erspähen. 

Wie immer gibt es natürlich hier oben unsere verdiente Breakfast-Bowl. Wir können uns wirklich nichts besseres vorstellen: Haferflocken, Samen, Nüsse und frisches Obst. Und das alles bei dieser Aussicht – traumhaft! 

Fast vergessen zu erwähnen: auf dem Weg nach oben haben wir einen Brillenlangur gesehen 😍 Das war total toll, der saß richtig gut zu sehen in den Bäumen über uns und hat uns auch richtig angesehen. So einen haben wir bisher noch nicht in freier Natur gesehen. Ein schönes Erlebnis.

Nach dem Frühstück ging es in 2 Stunden wieder runter. Auf dem Weg stoppten wir noch an einem kleinen natürlich Pool mit Wasserfall, was eine tolle Erfrischung war 💦 

Die steilste Gondel der Welt 

Doch damit war der Tag für uns noch nicht um. Weiter ging es zum Langkawi Skycab, der steilsten Gondel der Welt! Für knapp 20€ kommt man mit der Gondel auf den Gipfel und darf auch die berühmte Skybridge betreten. 

Und tatsächlich: die Gondel ist wirklich extrem steil! Und wir sind Gondeln aus dem Skiurlaub ja gewohnt. Wer schonmal die Pezidbahn in Serfaus gefahren ist, weiß wovon wir sprechen. Doch die ist dagegen nix 😅 Ist aber auch mal was anderes so ohne Ski in der Gondel. 

Oben gibt es dann diverse Attraktionen. Als erstes steigt man in der „Mittelstation“ aus: hier gibt es eine schöne Aussichtsplattform und das „Eagles Nest“. Eine Glasplattform von der du etliche Meter in den Abgrund schauen kannst. Kostet aber natürlich extra und war es uns nicht wert. 

Also ging es weiter nach ganz oben zur berühmten Skybridge. Die Langkawi Sky Bridge ist eine der spektakulärsten Attraktionen der Insel. Die geschwungene Hängebrücke befindet sich 660 Meter über dem Meeresspiegel und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Andamanensee, die umliegenden Berge und Regenwälder.

Mit einer Länge von 125 Metern und nur an einem einzigen Mast aufgehängt, ist die Brücke auch architektonisch etwas besonderes und ein einzigartiges Erlebnis. Auch hier gibt es Glasabschnitte im Boden, die dir einen schwindelerregenden Blick in die Tiefe ermöglichen. Freddy hat sich rauf getraut; ich nicht 😂 

Und dann gab es auch noch eine neue Erfahrung für uns: denn wir mussten mit der Gondel wieder runter 😅 Das kennen wir wirklich gar nicht, denn normalerweise führt der Weg runter immer über den Schnee auf Brettern. Öfter mal was Neues! 

Kuah, Eagle Square und Pantai Tengah

Nach dem ereignisreichen Tag durfte der nächste etwas ruhiger sein. Und so starteten wir erstmal mit einem richtig guten Training. Danach ging es nach Kuah, der „Hauptstadt“ von Langkawi. Im schön angelegten Park Taman Lagenda haben wir entspannt gefrühstückt und uns im Anschluss ein bisschen die Umgebung angeschaut. 

Der Eagle Square, oder Dataran Lang, ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf Langkawi. Die riesige Statue eines braunen Seeadlers, der majestätisch seine Flügel ausbreitet, symbolisiert den Namen der Insel – „Langkawi“ leitet sich aus den malaiischen Wörtern „Helang“ (Adler) und „Kawi“ (braun) ab. Passenderweise gibt es hier wirklich total viele Adler und man sieht eigentlich immer mindestens einen, wenn man in den Himmel blickt. Der Platz ist auf jeden Fall super schön angelegt und es lohnt sich für ein cooles Foto hier vorbeizuschauen. 

Am Nachmittag ging es dann an den Pantai Tengah, der etwas ruhiger Abschnitt des Pantai Cenang. Hier haben wir die schöne Nachmittags- und Abendsonne genossen und den Tag entspannt ausklingen lassen. 

Beach Day 

Den nächsten Tag haben wir wieder mit einem guten Training im Gym gestartet. Das Gym in Kuah ist übrigens echt gut ausgestattet und mit 7 MYR (ca. 1,50€) pro Person auch echt günstig. 

Pantai Tanjung Rhu

Den ersten Stop haben wir am Pantai Tanjung Rhu gemacht. Der Strand soll einer der schönsten auf Langkawi sein und da ist sicherlich etwas dran. Weißer Sand, türkises Wasser und ein paar vorgelagerte Felsen. Toll! Hier haben wir gefrühstückt, ein bisschen die Sonne genossen und die müden Muskeln entspannt. 

Pantai Pasir Hitam

Als nächstes ging es dann an den Pantai Pasir Hitam. Der Strand soll eigentlich schwarz sein (hitam = schwarz), ist er aber gar nicht so richtig 😅 Schön war es hier trotzdem und vor allem leer. Die Felsen am einen Ende bieten ein tolles Fotomotiv. Und somit war der Strand der perfekte Ort um den Nachmittag zu genießen. 

The Steps of Thousand Memories

Zwei Tage Strand reichen dann aber auch und wir wollen uns wieder bewegen. Zeit für die nächste Wanderung! Und so machen wir uns auf den Weg auf den höchsten Berg Langkawis – den Gunung Raya. Der Berg ist gerade einmal 881m hoch und man kann ganz bis nach oben mit dem Auto fahren. 

Aber wir wären nicht wir, wenn wir das nicht anders machen würden. Und so entscheiden wir uns für den Weg über die sogenannten “Tangga Helang Seribu Kenangan” oder auch The Steps of Thousand Memories. Ob wir auch so viele Erinnerungen mitnehmen? Wir werden sehen! 

Der Weg führt in 3,1 km ganze 4.287 Stufen den Berg hinauf. Wow! Das sind umgerechnet knapp 240 Stockwerke und damit mehr als der Burj Khalifa hat. 

Die besondere Schwierigkeit: der Weg ist ganz schön zugewachsen. So oft wird der wohl nicht genommen. Ach, was rede ich? Der Weg war teilweise gar nicht mehr da! Wir mussten über und unter Baumstämmen kraxeln, uns durch Büsche und Ameisenstraßen kämpfen, über zugewucherte Geländer klettern und so ganz nebenbei noch diese 4.287 Stufen hinauf. Das war abenteuerlich, aber auch eine Herausforderung der ganz anderen Art. Treppengerät Deluxe sozusagen 🥵

Oben angekommen, bot sich dann natürlich eine tolle Aussicht auf die Insel. Und wir hatten Hunger. So gerne wollten wir unsere Bowl wieder bei herrlicher Aussicht genießen, dass wir es bis ganz nach oben ausgehalten haben. Doch diesmal hatten wir Besuch: ein frecher Affe, der sich immer weiter an uns heranpirschte und unser Essen stibitzen wollte. Mit einem Stock ausgestattet, hat Freddy versucht ihn auf Abstand zu halten, aber er fletschte schon mit den Zähnen, so dass an entspanntes Frühstücken nicht zu denken war. Und so marschierten wir kurzer Hand ein paar Meter die Straße hinunter und genossen unsere Bowl mal ohne Aussicht, dafür aber entspannt am Straßenrand 🤷‍♀️

Im Anschluss ging es dann auch schon wieder runter. Abwärts nicht ganz so hart für die Kondition, dafür für die Muskeln. Ein schönes Beintraining war das auf jeden Fall! 

Den Nachmittag wollten wir noch am schönen Pantai Pasir Tengkorak verbringen, doch leider haben wir Eumel auf dem Weg vergessen Wasser zu kaufen. Und ohne Wasser am Strand gehts leider nicht. So hat unser Aufenthalt nur für ein paar Fotos gereicht – danach gings ab zum Supermarkt, Roller abgeben und dann auf den Nachtmarkt in Cenang unser Dinner besorgen. Denn den letzten Abend wollten wir unser Nachtmarkt-Dinner gerne am Strand zum Sonnenuntergang genießen. Der Sonnenuntergang war zwar nicht der schönste, aber das Essen war super lecker und die Atmosphäre toll. Ein schöner Abschluss! 

Am nächsten Tag ging es für uns nämlich schon wieder weiter: nach Koh Lipe. 

Die Zeit auf Langkawi ging echt schnell vorüber. Uns hat die Insel super gut gefallen, irgendwie ist das Feeling hier total entspannt. Außerdem ist die Insel super vielfältig und es gibt viel zu erleben. Da ist sicherlich für jeden etwas dabei. Wir hätten locker noch ein paar Tage bleiben können, müssen uns aber so langsam in Richtung Norden aufmachen… denn bald kommt Besuch! 


Eine Antwort zu „Langkawi – Abenteuer und entspanntes Insel-Feeling“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Tolle Insel 🤩und der Aufstieg zum Gungung Raja – mega. Ich finde es immer schön, wenn nicht alles so perfekt ist. Aber ich musste das ja auch nicht laufen.
    Wünsche euch weiterhin eine tolle Zeit und viel Spaß mit eurem Besuch😘🥰

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