Koh Lipe – eine der Traumdestinationen Thailands. Weiße Strände, türkisfarbenes glasklares Wasser mitten im Tarutao Nationalpark. Schon 2017 waren wir mit der Family hier und konnten die unglaublich schöne Natur genießen. Und schon damals war es voll. Es war unsere erste Insel in Thailand und Mama wollte nach 10m wegen des Mülls wieder abhauen 😂 Am Ende haben wir hier aber ein total entspanntes Weihnachtsfest (unser erstes in der Wärme überhaupt) verbracht UND Papas 50. Geburtstag gefeiert. Und Mamas Liebe zu Thailand hat hier wahrscheinlich auch irgendwo begonnen.
Wir wären jetzt eigentlich nicht unbedingt nochmal nach Koh Lipe gekommen, aber es ist der einfachste Weg um von Langkawi nach Thailand einzureisen. Und wir müssen uns schließlich so langsam aber sicher auf den Weg Richtung Norden machen 🥰 Und so bauen wir auf der Insel noch einen ganz kurzen zweitägigen Zwischenstop ein.
Von Langkawi ging es mit der Fähre morgens in knapp 1,5 Stunden nach Koh Lipe. Die Ausreise am Hafen funktioniert genau wie am Flughafen. Bevor wir aufs Boot steigen, sammelt die Crew allerdings die Reisepässe ein – Anordnung der thailändischen Behörde. Auf Koh Lipe müssen wir dann erstmal ausgetendert werden 🤣 Und an Schlange 1 anstehen, um unsere Pässe wieder abzuholen. Danach geht’s an Schlange 2 zur Immigration und Einreise nach Thailand. Das Ganze dauert in etwa 45 Minuten.
Koh Lipe ist super klein und entsprechend kann hier wirklich JEDER alles zu Fuß machen. Trotzdem tummeln sich am Pier die Rollertaxis… wir gehen natürlich zu Fuß und sehen schon nach wenigen Metern: der Müll über den Mama sich 6 Jahre zuvor beklagt hat ist immer noch da. Ansonsten erkennen wir so einiges wieder: unser damaliges Hotel, das Frühstückscafé, die Bar in der wir Papas Geburtstag gefeiert haben und unser Stammrestaurant.


Von Strand zu Strand in eineinhalb Tagen
Auf der Insel gibt es drei Strände, die wir in 1,5 Tagen Aufenthalt abklappern wollen. Viel mehr ist hier auch nicht zu machen; Ausflüge gibt es natürlich super viele, aber das beste haben wir damals schon gemacht. Also nutzen wir die Zeit lieber um zu entspannen.
Pattaya Beach
Der Pattaya Beach ist der Hauptstrand von Koh Lipe. Hier kommen die Boote an und die Walking Street beginnt. Der Strand ist super schön, auch das Wasser, aber natürlich total zugebaut. Es wechseln sich Restaurants, Resorts und Massagen ab. Trotzdem kann man hier super baden, und für uns war es während unserer Zeit der beste Strand – weil kein Wind (der kam aus Osten).


Sunrise Beach
Der Sunrise Beach liegt im Osten der Insel und war entsprechend windig 😅 und wellig! Hier konnte man leider so gar nicht liegen. Dafür hatte ich an diesem Strand eine sehr gute Massage mit Blick aufs Meer, im erhöhten Bereich schön windgeschützt. Ansonsten hat sich hier extrem viel verändert seit 2017 und auch dieser Strand ist mittlerweile komplett zugebaut.


Sunset Beach
Der Sunset Beach ist der kleinste und ruhigste Strand auf Koh Lipe. Hier gibt es nur eine entspannte Bar mit Liegestühlen und man kann wirklich noch die Ruhe genießen! Hier hat sich zum Glück (noch) nichts verändert seit unserem letzten Besuch.


In unserem Hotel hatten wir hier nach langer Zeit mal wieder Frühstück. Außerdem gab es eine große Terrasse oben, auf der wir super mit dem SmartWorkout-Set trainieren konnten. Es gibt auf Koh Lipe sogar ein Gym, aber 400 Baht (ca. 11,50€) für ein Training (pro Person) sind uns dann doch etwas zu viel.


Lost Paradise?
Koh Lipe ist landschaftlich sicherlich eine der schönsten Inseln Thailands. Und wir verstehen direkt, warum sich hier so eine Touristen-Hochburg entwickelt hat. Aber das hier ist einfach zu viel. Diese Mini-Insel ist komplett zugebaut, es gibt Ecken, wo sich der Müll stapelt. Alles ist EXTREM teuer: ein Wasser im 7/11 kostet 28 Baht (normal sind 12!). Den ganzen Tag fahren auf den super kleinen Wegen Roller mit Anhänger um (sorry!) die faulen Touris 500m von A nach B zu kutschieren. Das ist a) laut und verschmutzt b) die Luft. Ganz abgesehen davon, dass es beim Laufen extrem nervt und du dauernd Angst haben musst, dass dir jemand über die Füße fährt. Wirklich scheußlich! Am Abend und morgen denkst du im Bett übrigens, dass du an einer Autobahn lebst; weil die Insel so klein ist und du wirklich jeden Roller hörst.
Und wir fragen uns: wie kann eine so kleine Insel das verkraften?


Am Ende sind wir irgendwie froh, dass wir nur diese eineinhalb Tage hier sind und freuen uns auf die hoffentlich etwas ruhigere Insel Koh Lanta.

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