Am Hafen von Coron endete unsere Bootstour. Mit dem TukTuk ging es für uns zu unserem Guesthouse, etwas außerhalb von Corona Town. Wir erhofften uns, dass es schön ruhig gelegen ist. Denn wenn uns eines hier in Südostasien nach sechs Monaten echt zu schaffen macht, dann ist es der Lärm. Man kann dem nämlich ziemlich schwer entkommen… 

Unser Guesthouse lag tatsächlich sehr ruhig, weitab der Hauptstraße. Was uns vorher aber keiner gesagt hat: das Gebäude ist scheinbar Teil eines Hühner- bzw. besser gesagt Hahnenstalls. Hier wohnen mindestens zehn Hähne. Und wer südostasiatische Hähne kennt, weiß, dass diese nicht nur zur Morgenstunde krähen, sondern einfach den ganzen Tag, den ganzen Abend UND die ganze Nacht. Schlechter Schlaf leider vorprogrammiert. 

Unser Zimmer ist aber fein und sauber. Immerhin.

Back to Routine

Nach drei Tagen trainingsfrei auf dem Boot, haben wir das Gym natürlich schon schmerzlich vermisst. Und so geht die erste Fahrt am nächsten Morgen natürlich auch direkt ins nächstgelegene Gym zum Training. Für 100 Peso pro Person bekommt man hier ein ordentliches Studio mit den gängigsten Geräten. 

Cabo Beach

Strände gibt es in Coron bzw. auf der Insel Busuanga nicht viele. Der Ort zeichnet sich eher durch das Archipel aus und die Ausflüge, die man entsprechend unternehmen kann. Trotzdem finden wir einen kleinen, aber feinen Strand etwas westlich von Coron Town, an dem wir einen Nachmittag entspannen können. 

Wanderung auf den Mount Dalara

Endlich wieder wandern! Irgendwie haben wir das Gefühl, dass wir viel zu lange nicht mehr gewandert sind. Umso froher waren wir, als wir herausgefunden haben, dass wir hier auf den Mount Dalara, den höchsten Punkt der Insel, wandern können. Nach dem Frühstück ging es mit dem Roller zum Ausgangspunkt und direkt los. 

Der erste Teil der Strecke verläuft eben entlang ein paar Häusern. Doch schon bald betritt man den Dschungel, der Pfad wird immer unsichtbarer. Markiert ist hier nix. Wie gut, dass ich den Weg über AllTrails gefunden habe und wir so zwischendurch per GPS checken können, ob wir noch auf der richtigen Route sind. 

Durch den Dschungel geht es schnell sehr steil nach oben. Über Laub, Steine, Bambus und Felsen. Laub und Geröll machen den Aufstieg schon recht anspruchsvoll, insbesondere an den steilen Stellen. Und so kommen wir ganz schön ins Schwitzen. 

Nach einiger Zeit lassen wir den Dschungel dann hinter uns und wandern fortan auf freier Graslandschaft. Auf einmal sieht es irgendwie aus, wie auf Kreta. Verbranntes Gras… überall! Und so geht es über die Bergkämme immer weiter Richtung Gipfel. Von hier hat man zwischendurch immer schon richtig tolle Ausblicke auf die Insellandschaft und die Küste. Das sieht wahnsinnig toll aus! 

Nach zwei Stunden erreichen wir dann den Gipfel. Hier ist ein Strommast aufgestellt, ein Generator läuft und zerstört selbst hier oben, wo keine Menschenseele ist, die Ruhe… Somit war es für uns nur ein sehr kurzer Aufenthalt auf dem Gipfel – wir suchen uns etwas weiter unten einen ruhigeren Platz für unsere Bowl. 

Die schmeckt bei bester Aussicht und nach einem anstrengenden Aufstieg nämlich immer doppelt so gut. 

Auf einem anderen Weg machen wir uns dann an den Abstieg. Diesen haben wir bei Google Maps gesehen; also ganz ohne GPS hangeln wir uns den Berg über Geröll herunter. Der Abstieg ist ganz schön steil, aber zum Glück war dieser Weg etwas besser zu erkennen, so dass wir eigentlich keine Probleme hatten und nach 90 Minuten wieder an unserem Roller ankommen.

Nach dieser Wanderung hätten wir uns gerne im Meer abgekühlt, aber leider war kein Strand in der Nähe. Wirklich schade! 

Ach ja, fast hätten wir’s vergessen: Freddys Wanderschuh hat auf halber Strecke beschlossen, in den Ruhestand zu gehen 😅 Die Sohle vorne hat sich einfach gelöst – mitten im steilen Dschungelabstieg! So kam hier für ihn noch eine kleine Herausforderung dazu.

Auf der Suche nach gutem Essen

Das Essen in Coron stellte uns mal wieder vor Herausforderungen. Am ersten Abend kamen wir erst super spät im Hotel an und freuten uns daher, dass es dort auch ein kleines Restaurant gab. Angeblich soll es hier das beste Schawarma Corons geben. Bei unserer Bestellung sind aber gleich mehrere Dinge schiefgegangen und so bekommen wir einen großen Veggie Schawarma (statt klein), dafür einen kleinen mit Chicken. Außerdem beide im Pitabrot, obwohl wir einen Reisteller wollten. Das Ganze war leider auch nicht besonders lecker, weil es so in Sauce getränkt war – da bekomme ich leider schon vom Hinsehen Bauchweh… 

Für den nächsten Abend suchten wir uns extra ein Restaurant bei Google heraus, doch auch hier hat man nicht immer Glück. Mein Gemüse war extrem ölig, und die Portionen waren so klein, dass wir im Anschluss für über 10€ nicht einmal satt waren. Zum Glück haben wir auf dem Weg zum Roller noch eine Eatery entdeckt, bei der wir uns für wenig Geld noch eine Portion Reis & Gemüse holen konnten, damit wir nicht hungrig ins Bett müssen. 

Auch für den dritten und letzten Abend hatten wir uns Eateries herausgesucht. Doch beide hatten zu. Glücklicherweise fanden wir ein paar Meter weiter eine Eatery – und die war tatsächlich super! Wir konnten uns verschiedene Gerichte bestellen, und es war wirklich lecker & günstig. Ein guter Abschluss.

Coron hatte für uns jetzt nicht allzu viel zu bieten und hinterlässt bei uns eher gemischte Gefühle: durch die krähende Geräuschkulisse und einige kulinarische Fehlgriffe. Trotzde haben wir die Tage genutzt, um wieder in unsere Routine zu finden, zu trainieren und vor allem endlich wieder wandern zu gehen. Die Aussicht vom Mount Dalara hat uns definitiv entschädigt!

Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise und sind gespannt, was uns die anderen Inseln der Philippinen zu bieten haben.


2 Antworten zu „Coron: Hähne, Höhe & Hungerstillen“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Die Fotos von der Wanderung sind wirklich Mega. Was für ein unfassbar schöner Ausblick 🤩❤️🥰

  2. Avatar von Wolfgang M.
    Wolfgang M.

    wie geht es dem Wanderschuh ? Gab es vielleicht einen Schuster in der Gegend ? Oder hast du ein 2. Paar, bzw. gute Turnschuhe, die Halt bieten beiden Wanderungen ?
    Danke für die Beschreibungen und Fotos : ich fühle mich. als wäre ich dabei ! Passt weiter auf euch auf und habt Freude und tolle Eindrücke.

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