Als unsere Zeit auf Siargao endete, freuten wir uns tatsächlich ein bisschen. Wir hatten das Wetter wirklich satt und wollten wieder Neues entdecken. Und so ging es für uns als erstes mit dem Flieger zurück nach Cebu.

In Cebu ging es für uns direkt zum Hafen, von wo mir mit der Fähre in vier Stunden über Tagbilaran auf Bohol nach Siquijor fuhren. Bevor die Fähre ablegte hatten wir aber noch ein bisschen Zeit die Gegend zu erkunden und entspannt zu frühstücken.

Auf Siquijor kamen wir dafür erst zum Sonnenuntergang an – aber was für einer das war! Eine richtig tolle Begrüßung 😍

Es war spät, wir hatten Hunger; also suchten wir uns direkt am Hafen eine Eatery. Die Auswahl war nicht groß und so nahmen wir das, was es gab. Für mich Algensalat, Reis und Eier und für Freddy Beef-Eintopf, Veggies mit Hähnchen, Reis und Eiern. Freddy schmeckte das Beef leider überhaupt nicht und wir haben die Vermutung, dass es sich dabei um Pansen handelte 🫢 Naja, ein schlechtes Essen wird man ja noch vertragen… für uns ging es im Anschluss mit dem TukTuk ins Hotel.

Wir wohnen in einem Hotel irgendwo zwischen Siquijor Hafen und Paliton Beach. Unser Zimmer ist sogar dreigeschössig! Unten das Bad, oben Kleiderschrank und Sofa – so viel Platz sind wir gar nicht gewohnt 😅 Begrüßt wurden wir im Bad von einer riesigen Spinne. Wir mögen beide keine Spinnen, aber unser Vermieter sagt, diese hier seien nicht giftig. Deswegen lassen wir sie dort leben…

Getrennte Wege

Am nächsten Morgen dann das böse Erwachen: Freddy hat sich einen fiesen Magen-Darm-Virus eingefangen 💩 Obs am komischen Fleisch lag? Keine Ahnung. Auf jeden Fall geht es ihm ziemlich schlecht, er hat Fieber, Magenschmerzen und muss regelmäßig die Toilette aufsuchen. An Inselerkundung ist gar nicht zu denken. Und so besorgen ich ihm ein paar Zwieback und Cracker und ich mache mich erstmal alleine auf den Weg… first stop natürlich: Gym.

Das Gorilla Gym ist klein, aber fein. Es ist relativ neu, sogar klimatisiert (durch Solar!) und die Leitung hat ein alter, super süßer Opa, der sich herzlich um alle Belange kümmert. Ich werde hier während unserer Zeit auf Siquijor jeden Tag trainieren – ganz einsam leider. Und da merkt man, wie viel mehr Spaß das Training zu zweit doch macht 🥲

Paliton Beach

Am Mittag geht es Freddy ein kleines bisschen besser und wir fahren an den Paliton Beach. Hier genießen wir ein wenig die Sonne und essen am Strand eine Oceanbowl – super lecker! Der Sonnenuntergang war wieder richtig toll, das muss also einfach an dieser Insel liegen. Der Blick auf Cebu und die Berge malen mit den Wolken einfach ein einmaliges Bild. So schmeckt das Dinner doch gleich noch viel besser. Und der Strand wird zum Sonnenuntergang auch richtig voll – kein Wunder!

Supermarkt-Sightseeing, Stadtrundfahrt & Pizza auf Bestellung

Die Nacht war für Freddy leider gar nicht gut, es geht ihm wieder schlechter und wir beschließen, dass ein Tag zu Hause am meisten Sinn macht. Also geht es für mich am Morgen wieder alleine zum Training.

Im Anschluss mache ich mit dem Roller eine kleine Stadtrundfahrt und begebe mich auf Supermarkt-Sightseeing-Tour. Auf der Suche nach einem kleinen Messer, denn unser Reisemesser ist leider kaputt gegangen. Es gibt auf der Insel nur einen „richtigen“ Supermarkt in Larena; alle anderen sind kleine Tante Emma Lädchen – hat aber was. Das Messer finde ich übrigens nicht im Supermarkt, sondern in einem dieser kleinen lokalen Wholesale Geschäfte.

Den Nachmittag verbringe ich dann wieder am Paliton Beach, hier hat es mir am Vortag einfach super gefallen. Wer krank ist, darf sich Essen wünschen – denn wenn es einem schon hundeelend geht, sollte man wenigstens genau das Essen, worauf man am allermeisten Appetit hat. Und so werde ich kurzerhand zur Pizza-Botin und bringe Freddy eine frische napolitanisch Pizza aus dem Steinofen mit. Das Transportieren auf dem Roller war gar nicht so einfach, klappt mit ein bisschen Übung aber ganz gut. Für mich Eatery-Gemüse aus dem Warung nebenan.

Allein unterwegs: Dschungelfalls & Magic Moments

Und auch am nächsten Tag ist Freddy noch nicht wieder fit. Leider ist dies bereits unser letzter ganzer Tag auf der Insel. Und wenn Siquijor für etwas bekannt ist, dann für seine Wasserfälle. Diese wollten wir natürlich unbedingt sehen, haben die Erkundung also auf den letzten Tag gelegt in der Hoffnung, dass es Freddy bis dahin besser geht und er mitkommen kann. Leider war dem nicht so ☹️ Notgedrungen mache ich mich also alleine auf den Weg, während Freddy den Tag erneut im Bett verbringen muss…

Laagan Falls

Mein erster Stop führt mich zu den Laagan Falls. Hier muss man für den Abstieg zum Wasserfall einen Guide nehmen; wie viel man ihm bezahlt darf man selbst entscheiden. Das war auf jeden Fall schon eine neue Erfahrung für mich, denn einen Guide alleine hatte ich noch nicht. Zum Glück war meiner aber sehr nett und hat mir auch genug Raum gegeben, um nicht die ganze Zeit quatschen zu müssen. Außerdem hat er ein paar gute Fotos von mir geschossen ☺️

Die Falls selbst sind sehr schön mitten im Dschungel. Es gibt mehrere Ebenen und einen Pool zum Baden. Außerdem Tarzanseile mit den man sich ins Wasser schwingen kann und eine natürliche Rutsche über die Felsen. Hier kann man sicherlich eine ganze Zeit entspannen und das frische Wasser genießen. Alleine hat es aber nicht so viel Spaß gemacht, so dass ich relativ schnell wieder weitergezogen bin.

Cambugahay Falls

Die Cambugahay Falls sind die wohl bekanntesten Wasserfälle aus Siquijor. Und das zurecht! Das Wasser hat hier eine einmalige Farbe, es gibt super viele Ebenen mit kleineren und größeren Wasserfällen. Alles eingebettet in saftig grünen Dschungel. Der Ort ist irgendwie magisch und ich bin todtraurig, dass Freddy nicht dabei sein kann. Weil ich genau weiß, wie sehr er das Baden in den frischen Pools geliebt hätte 🥺

Salagdoong Beach

Im Anschluss fahre ich noch in den Osten der Insel an den Salagdoong Beach. Hier gönne ich mir erstmal einen Kaffee und ein Omelette zum Lunch, bevor ich ein paar Stunden in der Sonne am kristallklaren Wasser entspanne.

Der Rückweg führt mich dann einmal mitten durchs Inselinnere, über Berge, durch Dschungel und Serpentinenstraßen. Es ist das erste Mal, dass ich so eine Strecke so richtig alleine mit dem Roller zurücklege. Und auf einmal merke ich, wie ich so richtig im Moment bin. Nicht in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft – einfach genau dort auf dem Roller auf dieser schönen Fahrt. Das war ein wirklich tolles Gefühl und ich habe realisiert, dass mir das Fahren doch auch selbst super viel Spaß bringt!

Ein letztes gemeinsames Training

Am nächsten Morgen geht es Freddy endlich etwas besser und er kommt für ein allerletztes Training im Gorilla Gym nochmal mit. Endlich nicht mehr allein!

Auch wenn wir unsere Zeit auf Siquijor ganz anders geplant hatten, nehmen wir viele kleine Momente mit – und neue Erkenntnisse: wie schön es ist, nach Tagen endlich wieder gemeinsam zu trainieren, wie viel Ruhe in Solo-Abenteuern liegen kann und wie gut Pizza auf dem Roller balancieren klappt 😅

Jetzt heißt es Abschied nehmen – und Hallo sagen zu einem ganz neuen Land!


Eine Antwort zu „Siquijor: FreBias geteilte Inselmomente“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Oha, das tut mir echt leid mit Freddy, aber zum Glück geht es ihm wieder gut. Toll, dass du eine Solotour zu den Wasserfällen gemacht hast. Und dann noch so ein schöner Moment für dich allein auf der Rückfahrt. What a bliss ❤️🤩 Ein kostbarer Moment.
    Sending Love to both of you ❤️🥰😘

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