Für uns ging es als nächstes nach Koh Tao, die „Todesinsel“ im Golf von Thailand. Warum Todesinsel? Die Insel hat immer wieder für Schlagzeilen gesorgt; wegen mysteriöser Todesfälle von Touristen, ungeklärter Vermisstenfälle und fragwürdiger Ermittlungen. Besonders der Mord an zwei britischen Backpackern im Jahr 2014 rückte die Insel ins Rampenlicht. Seither trägt Koh Tao in manchen Medien den Beinamen “Death Island”. Auf der anderen Seite gilt Koh Tao auch als Paradies für Taucher, und zwar das einzige im Golf von Thailand. Wegen der durchweg geringen Wassertiefe gibt es nämlich sonst recht wenig zu sehen. 

Mit der Fähre ging es für uns also in rund zwei Stunden auf die kleine Insel nördlich von Koh Samui und Phangan. Vom Hafen sind wir die knapp 2,5 km zu unserem Hotel wieder zu Fuß gegangen 💪 Wir wohnen diesmal in einem Resort in einem kleinen Bungalow direkt am Meer. Den Nachmittag entspannen wir bei uns am Strand, bevor wir uns ein Restaurant zum Abendessen suchen. 

Wir entdecken das Papa Restaurant, ein wirklich gutes und günstiges Lokal, in welchem wir fast jeden Abend landen werden 😅  Hier haben wir auch ein paar neue Dinge ausprobiert, wie Tofu oder Burmese Salad. 

Erstmal Ankommen

Den ersten Tag beginnen wir ganz entspannt mit einem Training 🏋🏻‍♀️ Das Gym liegt etwa 2km von unserer Unterkunft entfernt und so haben wir gleich das perfekte Auswärmprogramm. Im Anschluss entspannen wir am Sairee Beach, dem Hauptstrand der Insel. Hier wurden am Südende damals übrigens auch die zwei Leichen entdeckt 🫣 

Der Strand selbst ist gar nicht besonders schön. Das Wasser ist sehr flach und eignet sich nicht gut zum Baden. Am Nachmittag gönnen wir uns eine Massage, bevor wir auf dem Rückweg direkt wieder ins Papa Restaurant gehen. 

Koh Nang Yuan

Einen der wohl berühmtesten Viewpoints Thailands findet man auf der kleinen Insel Koh Nang Yuan. Sie liegt wenige Bootsminuten westlich von Koh Tao und es verkehren regelmäßig Taxiboote zur Insel. 

Nach dem Training nehmen auch wir uns ein Boot; wir besprechen mit dem Fahrer, dass er uns um 16 Uhr wieder abholen soll, bezahlen aber erstmal nur die Hinfahrt (300 Baht). Für den Zugang zur Insel müssen wir eine Nationalparkgebühr von 200 Baht pro Person zahlen. Dafür ist die Insel, der Strand und das Wasser aber wirklich atemberaubend schön! Der Sand ist weiß, ganz fein und das Wasser türkisblau. 

In knapp zehn Minuten kann man auf den Viewpoint laufen und hat von oben einen richtig tollen Ausblick auf die Insel und die einmalige Formation des Strandes. Wirklich ein Postkartenmotiv! Und ganz bestimmt in jedem Thailand-Prospekt 😉

Um 16 Uhr warten wir dann wie verabredet am Pier auf unser Taxiboot… das uns tatsächlich einfach sitzenlässt! Sowas haben wir in Asien tatsächlich noch nie erlebt 😅 Zum Glück sind die meisten Thais super hilfsbereit: Ein freundlicher Bootsmann bringt uns erst mal kaltes Wasser vorbei – und organisiert dann kurzerhand ein anderes Boot, das uns sogar kostenlos zurück nach Koh Tao bringt.

Songkran Flucht 

Am nächsten Tag ist Songkran – das thailändische Neujahrsfest und eines der wichtigsten Ereignisse des Landes. Bei der gigantischen Wasserschlacht wird jeder nass. Ursprünglich diente das Begießen mit Wasser der rituellen Reinigung; heute verwandeln sich Städte in feucht-fröhliche Partyzonen. Ob mit Eimern, Wasserpistolen oder Schläuchen: Wirklich jeder wird nass!

Schon Tage vorher wurden überall Wasserpistolen verkauft und riesige Becken aufgestellt. Flüchten ist hier eigentlich zwecklos. Die Menschen stehen an der Straße, bespritzen vorbeifahrende mit Wasser. Oder sie fahren hinten auf den Pick-Ups und bespritzen die am Straßenrand stehenden 🤣 

Wir wollten uns vor der Wasserschlacht ein bisschen drücken, vor allem weil uns irgendwie das Wasser nicht so geheuer war. Und so leihten wir uns einen Roller aus und fuhren zur Mango Bay. Trocken kamen wir da natürlich trotzdem nicht an, denn wir mussten immerhin durchs ganze Dorf fahren und wurden unter anderen „Opfer“ der fiesen Wasserschläuche 🤣 Aber es ist ja zum Glück warm und man trocknet schnell! 

Um zur Mango Bay zu kommen muss man erst einer recht schlechten Straße folgen, dann unzählige Stufen hinabsteigen und am Ende sogar noch über riesige Felsen klettern. Und die Kletterpartie ist gar nicht so ohne, vor allem nicht mit Flipflops. Dafür wurden wir aber mit einem fast komplett leeren und wunderschönen kleinen Strand belohnt, in dem wir wirklich den ganzen Tag eine herrliche Ruhe hatten ☺️ … und dem Songkran Trubel tatsächlich entgehen konnten 🤫🙈

So im Nachhinein bedaure ich dann doch ein bisschen nicht mitgemacht zu haben. Nächstes Mal vielleicht! 

Another Viewpoint, another Beach

Unseren letzten Tag auf Koh Tao haben wir mit einem ganz entspannten Frühstück im Hotel gestartet. Wir wollten erst die Fähre am Abend nehmen und so hatten wir noch einen ganzen Tag auf der Insel.

Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß los und zum John Suwan Viewpoint gewandert. Und wieder: eine richtige tolle Aussicht auf zwei Buchten, die Insel und das Meer. Landschaftlich ist Koh Tao wirklich allererste Sahne 👌

Im Anschluss sind wir runter zum Freedom Beach und haben hier bis in den Nachmittag entspannt und gebadet. So lange bis wir uns auf den Weg zur Fähre machen mussten. Zu Fuß natürlich wieder 😅 

Unser nächstes Ziel sollte gleichzeitig auch unser letztes dieser SOA-Reise sein: die beliebte Insel Koh Phangan. Und da wir bisher durchweg nur super gutes über die Insel gehört haben, waren wir extrem gespannt, wie es uns wohl gefallen würde 😃 


Eine Antwort zu „Koh Tao – Kleine Insel, große Aussichten“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Tolle Fotos! Auch wenn ihr schon wieder in der Heimat seid, bin ich gespannt, wie es weitergeht.😃🥰😘

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