Sumba liegt im Süden Indonesiens unter Flores rund eine Flugstunde von Bali entfernt und ist irgendwie wie eine unentdeckte Perle Indonesiens. Diese wilde und ursprüngliche Insel fernab des Tourismus zieht einen mit ihrer unberührten Natur und ihren endlosen Stränden in den Bann. Hier scheint die Zeit stillzustehen: Traditionen, wie die berühmten Pasola-Rituale und die Marapu-Religion, prägen den Alltag und bieten einen Einblick in die jahrhundertealte Geschichte der Insel. Sumba ist perfekt für alle, die das Abenteuer und das Authentische suchen – und so haben wir die Insel irgendwie auch von Anfang an in unser Herz geschlossen.

Highlights 

Sumba hat so einige Highlights zu bieten, allem voran natürlich die atemberaubende und unberührte Natur! Die Insel ist außerdem noch total untouristisch, so dass wir wirklich jeden Strand immer komplett für uns alleine hatten. Alle Strände vom Pantai Oro, über Pantai Karoso oder Marosi sind absolut traumhaft. Wenn wir uns aber entscheiden müssten, wären die folgenden drei Dinge unsere absoluten Highlights: 

  • Waikuri Lagoon: Die Lagune ist einfach der Wahnsinn. So schönes Wasser mit einem tollen Rundweg; dazu Baby Devils Tear und die Felsspalte durch die das Wasser hochschießt. Hier kann man stundenlang verweilen und einfach die Schönheit der Natur genießen. 
  • Pantai Pahiwi: Der kilometerlange Sandstrand im Süden von Sumba hat uns besonders gut gefallen. Mit seiner Weite, den langen flach reinlaufenden Wellen und der einzigartigen Stimmung zum Nachmittag, schafft der Strand es definitiv in unsere Top 5! 
  • Mario Hotel & Café: Unser Hotel im Nordwesten der Insel war auch ein Highlight für uns. Irgendwie haben wir uns hier von Anfang an total wohl gefühlt. Manchmal kann man sowas ja gar nicht erklären, das ist einfach so ein Gefühl. Uns hat es auf jeden Fall gefallen: das Zimmer war toll, die Dusche grandios und auch das Frühstück super lecker, vielfältig und reichhaltig. Nur das Abendessen war preislich etwas zu teuer. Ansonsten aber ganz klare Empfehlung! 

Downsides

Des einen Freud kann des anderen Leid sein. Dass es auf Sumba noch so untouristisch ist, gefällt sicherlich nicht jedem und bringt auch einige Nachteile mit sich: 

  • Wenige Restaurants: Es gibt wirklich kaum Warungs auf der Insel bzw. nur sehr, sehr kleine Garküchen. Da ist es teilweise schwer etwas zu essen zu finden; insbesondere im Süden. 
  • Infrastruktur: Das spiegelt sich natürlich auch in einer fehlenden Infrastruktur wider. Es gibt teilweise noch keine Straßen zu Orten oder die Anbindung ist einfach schlecht. Shops gibt es im Süden auch wenige; da muss man alles Nötige dabei haben. 
  • Unser Homestay im Süden bzw. eigentlich nur die Ownerin haben uns enttäuscht. Sowas kannten wir von hier bisher noch gar nicht. 

Kultur & Menschen 

Sumba ist christlich. Damit treffen wir auf der dritten Insel in Indonesien die dritte Religion an. Es gibt viele Kirchen (Gerejas), die teilweise super einfach gestaltet sind. Außerdem hat jedes Haus einen eigenen Megalith Grabstein im Garten; einige pompös und dekoriert, einige ganz einfach aus Beton. 

Es gibt noch traditionelle Dörfer, in denen die Menschen in den typischen Hütten im Marapu-Stil leben. Und die leben da wirklich noch traditionell. Wie stark die Tradition noch ist, sieht man vor allem auch an der Kleidung. So trägt hier eigentlich jeder Mann den typischen Sarong-Gürtel mit seiner Machete und einen Ikat als Kopfbedeckung. Frauen tragen meistens lange Sarongs. 

Die Menschen sind nicht viele (europäische) Touristen gewöhnt und das merkt man: Einfach jeder guckt dich an, winkt, schreit „Hey Mister“ oder will ein Foto mit dir. Auf Dauer kann das tatsächlich ganz schön anstrengend sein. Aber alle Menschen sind total lieb und nett und wir haben keine negativen Erfahrungen gemacht. 

Es gibt unglaublich viele Kinder hier. Wir schätzen, dass mindestens die Hälfte der Einwohner Kinder sind. Hier muss die Fertilitätsrate noch hoch sein 😄

Gewöhnungsbedürftig ist das traditionelle Betelnuss kauen. Überall auf den Straßen sieht man rote Flecken, die aussehen wie Blut. Und auch die Menschen mit ihren roten Mündern und Zähnen sehen dadurch teilweise echt gruselig aus. Googelt das gerne mal! 

Fitness & Gesundheit 

Wir hatten mal wieder das Glück eines riesigen Balkons mit ganz tollem Meerblick. Hier konnten wir mit unserem SmartWorkout-Set täglich trainieren und auch Yoga konnte ich hier wunderbar machen. Wir hatten diesmal sogar eine richtige Tür, so dass wir mit der Türverankerung ein paar weitere Übungen machen konnten. 

Wir haben auch ein Gym gesehen, welches aber super klein und mit 50k IDR fürs Tagesticket auch recht teuer war. Für uns war es aber sowieso zu weit vom Hotel entfernt. 

Wanderwege oder Trekkingtouren gibt es noch nicht, man müsste also alles auf eigene Faust machen. 

Food 

Wie oben bereits erwähnt, gibt es total wenige Restaurants. Besonders im Süden war es schwer etwas zu finden. Typisch sumbanesich ist Sambal; das gibt es hier zu allen Gerichten. Ansonsten ist Pisang Goreng sehr beliebt und Singkong Goreng (Frittierter Maniok) – extrem lecker! 

Makan Dulu 

Wir wollen hier nochmal das Makan Dulu gesondert vorstellen. Hierbei handelt es sich um ein gemeinnütziges Restaurant in Waitabula, in welchem junge Sumbanesen für die Sternerestaurants dieser Welt ausgebildet werden. Das Konzept ist klasse und es ist total süß zu erleben, wie viel Mühe sich die jungen Locals geben die “feinen Gepflogenheiten” umzusetzen. Man wird zum Beispiel mit Namen angesprochen und einem wird die Serviette auf den Schoß gelegt 😉

Wir waren hier zwei Mal essen und es hat beide Male einfach fantastisch geschmeckt! Am ersten Abend gab es Satay Tofu und Rumpu Rampe. Und am zweiten Abend Gado-Gado und Fried Tofu Chili Basil. Und beide Male haben wir unter 5€ gezahlt; da kann man doch echt nichts sagen. 

Wir feiern das Konzept total und finden es super, dass dort so etwas angeboten wird und junge Menschen dadurch die Chance bekommen auszubrechen. 

Kosten

Dafür (oder gerade deswegen), dass Sumba so ab vom Schuss ist, ist alles vergleichsweise teurer. Zumindest was Hotels & Transport angeht. Das Essen in den richtigen Restaurants oder im Hotel ist auch recht teuer. Auf der Straße widerrum super günstig. Außerdem sind die Strandeintritte z.B. zur Lagune viel teurer als überall sonst in Indonesien. 

Preisbeispiele

  • Bintang small: 40k IDR (ca. 2,35€)
  • Strandeintritt Lagune: 20k IDR / Person (ca. 1,20€)
  • Nasi Goreng: 25-45k IDR (ca. 1,50-2,60€)
  • Roller: 150-200k IDR / Tag (ca. 9-12€)

Good to Know

Eigentlich ist hier alles, was wir oben beschrieben haben, schon good to know 😅 Aber auf folgendes muss man sich bei einem Sumba-Besuch in jedem Fall einlassen:

  • Stell dich auf Einsamkeit ein: Höchstwahrscheinlich wirst du wenig bis gar keine anderen Touristen treffen. Das muss man natürlich mögen. 
  • Akzeptiere das du angestarrt wirst: Es wird dich einfach jeder angucken und/oder ansprechen. Das muss man einfach akzeptieren. Wem das unangenehm ist, hat hier schlechte Karten. 
  • Plane mehr Budget ein: Hotel, Transport und Roller kosten gut das doppelte wie auf Bali oder Lombok. Plane also entsprechend mehr Budget ein. Sparen kannst du beim Essen, wenn du die Straßenstände oder Rumah Hakans wählst. 

Wiederkommen? 

Gute Frage! Wir fanden Sumba extrem spannend und vor allem die wunderschöne Natur und die traumhaften Strände haben uns überzeugt. Es war klasse die ganzen tollen Orte ganz für sich zu haben und überall ungestört zu sein. Auf der anderen Seite ist es so ganz ohne Infrastruktur teilweise auch anstrengend und man ist relativ eingeschränkt. Wenn wir nochmal Einsamkeit und Ruhe bei gleichzeitigem Abenteuer suchen, kommen wir auf jeden Fall wieder! 


3 Antworten zu „Destination Insights: Sumba“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Klingt nach einem schönen Urlaubsziel für mich, wobei das Anstarren etc. Eher nichts für mich wäre. Aber Natur und Einsamkeit sind beide wunderschön für einen erholsamen Urlaub. Bin schon sehr gespannt auf Makassar. 🤩😘

  2. Avatar von Wolfgang
    Wolfgang

    Hey, ihr beiden ! Danke für diese schöne, ausführliche Beschreibung von Sumba. Für mich wäre das aber nicht so das Richtige : Einsamkeit und so ist nicht mein Ding. Aber ich muss ja erstmal Asia neu kennenlernen und fange in Thailand an.
    Wenn doppelt so teuer wie auf Bali z.B. wie sieht es denn mit eurer Budgetplanung aus ? Ist noch „was“ in der Kasse ?
    Und : habt ihr was mitbekommen vom Vulkanausbruch auf der Nachbarinsel ?

  3. Avatar von Thekla
    Thekla

    Richtig schön ich wäre gerne bei euch gewesen einmal einsam sein das finde ich spannend 😘und das einen alle anstarren ist komisch gehört aber dazu 🤣

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