Nach unserem köstlichen Banh Mi verabschiedeten wir uns aus Vietnam und fuhren direkt zum Airport, denn wir hatten einen Nachtflug vor uns. Der Flug ging erst um 01:10 Uhr und so hatten wir noch einige Zeit am Airport. Diese hätten wir gerne genutzt, um Fussi zu schauen, aber sowohl das Wifi als auch das mobile Netz haben uns regelmäßig im Stich gelassen 😩 

Trotzdem ging die Zeit schneller um als erwartet, so dass wir nicht mal wie geplant 1-2 Stunden schlafen konnten. Auch im Flieger hielt es sich mit dem Schlaf leider in Grenzen, so dass wir um 5 Uhr morgens total übermüdet in Manila, Philippinen ankamen. 

Vom Airport ging es direkt ins Hotel. Wir hatten extra ein Hotel mit Pool gebucht, weil wir uns erhofft haben hier vor dem Check-In einfach am Pool entspannen zu können und den fehlenden Schlaf nachzuholen. Joa, leider Pustekuchen. Denn der Pool hat montags echt geschlossen 😱 Was für ein Pech kann man bitte haben?! 

Also sind wir raus in den nächsten Park und haben versucht dort zu entspannen. Im Anschluss sind wir in ein Café und haben gefrühstückt.

Und um 12 durften wir dann endlich zurück zum Hotel und ins Zimmer. Hier haben wir erstmal ein kleines Mittagsnap eingelegt, bevor wir am Abend noch ein wenig die Umgebung ausgecheckt und zu Abend gegessen haben. 

Wir wohnen im Finanzdistrikt und so ist alles recht ordentlich und sauber. Was uns direkt auffällt: es gibt super viele Fastfood-Restaurants. Und in den Supermärkten gibt es so viel Junk Food; das habe ich noch nirgends zuvor in dem Ausmaß gesehen. Obst und Gemüse ist hingegen extrem teuer. Die Mango kostet hier zum Beispiel 4-5€ das Kilo. Zum Vergleich: in Vietnam haben wir gerade 0,80€ gezahlt 🫠 

Gegessen haben wir am ersten Abend am Ende in einem singapurianischen Hawker Lokal. Das Essen war in Ordnung, aber auch nichts besonderes. 

Manilas Altstadt

Am nächsten Tag hatte Freddy sich leider noch nicht komplett erholt. Diese Reisetage und der fehlende Schlaf können auf Dauer wirklich sehr zermürbend und anstrengend sein. Insbesondere weil wir so viel Sport machen. Also habe ich mich alleine auf den Weg in die Altstadt Manilas gemacht. 

Ich bin erstmal zu Fuß ca. 2 km zur nächsten MRT-Station gelaufen. Das war bereits interessant, denn auf der Straße bekommt man immer einen ganz besonderen Eindruck von einer Stadt. Mit der Bahn ging es dann für 20 Peso (ca. 0,30€) zur Central Station. 

Hier hab ich direkt eine schöne Entdeckung gemacht: den Arroceros Forest Park. Ein kleiner, aber sehr schöner Dschungelpark mitten in der Stadt. Mit so viel Grün hatte ich gar nicht gerechnet. Und so hab ich mir in einem naheliegenden Café erstmal einen Kaffee geholt und die heiße philippinische Sonne genossen. 

Im Anschluss bin ich weiter Richtung Intramuros.  Intramuros ist das historische Herz von Manila. Es ist das älteste und geschichtsträchtigste Viertel. Gegründet von den Spaniern im 16. Jahrhundert, diente es über Jahrhunderte als koloniales Zentrum der Philippinen. Die alten Mauern, Kirchen und kolonialen Gebäude erzählen von der Vergangenheit der Stadt und ein Spaziergang fühlt sich hier auch ein bisschen wie eine Reise in alte Zeiten an; mit Kopfsteinpflasterstraßen, traditionellen Pferdekutschen und zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten. Es fühlt sich auf jeden Fall so gar nicht nach Südostasien an.

Das Schlendern durch die Straßen hat auf jeden Fall Spaß gemacht und war mal etwas ganz anderes. Mein Spaziergang führte mich bis ans Fort Santiago. Das Fort Santiago wurde im 16. Jahrhundert auch von den Spaniern erbaut und ist eine Festung, die als militärischer Stützpunkt und Schutzwall gegen Eindringlinge diente. Später wurde sie von verschiedenen Kolonialmächten genutzt und spielte auch eine Rolle während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Man kann kann hier für 75 Peso Eintritt wunderbar übers Gelände schlendern, die alten Gemäuer und Plätze besichtigen und hat auch einen tollen Blick auf den Pasig River. 

Binondo: Manilas Chinatown

Langsam bekam ich Hunger und so machte ich mich auf den Weg nach Chinatown. Manilas Chinatown Binondo befindet sich auf der anderen Seite des Flusses. Über die Binondo-Intramuros-Bridge (schöne Brücke!) bin ich rüber.   Hier war es dann direkt so trubelig, wie man es von anderen Chinatowns gewohnt ist. Geschäfte, Verkehr, Stände und vor allem viele Menschen 😅

Fleischloses chinesisches Essen ist ja eigentlich immer schwierig, aber ich hatte Glück: ich hab doch tatsächlich Veggie Siopao gefunden! Siopao ist eine Art gedämpftes Brötchen mit Füllung und ein beliebter Snack auf den Philippinen. Etwas richtig traditionelles also. Dazu gab es Apple Mango – beides super lecker! 

10km quer durch Manila

Im Anschluss hab ich mich auf den Heimweg gemacht. Ich musste am Nachmittag noch arbeiten und hatte abends einige Meetings. Ich entschied mich trotzdem dazu den Heimweg zu Fuß zurückzulegen. Und so ging es für mich mehr als 10km durch Manila. 

Ich hab ein bisschen überlegt, ob man einfach so überall durch Manila laufen kann. Aber am Ende sind überall immer so viele Menschen auf der Straße gewesen, dass ich mir einfach keine Sorgen gemacht habe. Und ich hab mich wirklich während des ganzen Weges auch kein einziges Mal unwohl gefühlt. Ganz im Gegenteil sogar. 

Die Einblicke in das Leben in der Hauptstadt waren es auf jeden Fall wert. Ich war auf trubeligen Märkten, musste Hauptstraßen ohne Ampel überqueren, kam durch kleine Wohngassen, wo die Kids auf der Straße spielen, und wurde viel (wenn auch oft erschrocken) angelächelt. 

Meinen letzten Stop legte ich in einer Salatbar ein und habe für Freddy und mich etwas zum Dinner geholt. Es gab eine Habibi Protein Bowl mit Falafel und Quinoa und einen Geisha Salad mit Tofu, Edamame und Sobanudeln. Dazu ein paar hartgekochte Eier vom 7/11 – ist übrigens mein absoluter Favorit, dass es hier einfach gekochte Eier für 18 Peso im 7/11 zu kaufen gibt. Für Sportler auf Eiweißsuche ein echter Gamechanger 😂

Und so endeten unsere ersten Tage in Manila – mit einem Mix aus Jetlag, Großstadtchaos und jeder Menge neuer Eindrücke. Der Start war etwas holprig und es ist super schade, dass Freddy nicht ganz so viel von der Stadt mitbekommen hat, aber wir hoffen, dass das nur der Anfang ist – und die nächsten Stopps auf den Philippinen wieder in voller Gesundheit und zu zweit erlebt werden können. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was die nächsten Tage und Inseln für uns bereithalten 🇵🇭


2 Antworten zu „Manila Moments: Eindrücke aus der philippinischen Hauptstadt“

  1. Avatar von Wolfgang
    Wolfgang

    Du bist echt mutig, Bianca ! Respekt ! Alleine durch eine Großstadt. Aber man soll sich in der Tat nicht immer nur “ bad Thoughts“ machen.
    Lieber Sohn, bist du wieder fit ? Was war es dann, was dich geärgert hat ?

  2. Avatar von Sandra
    Sandra

    Das habe ich im ersten Moment auch gedacht. Ob ich das gemacht hätte? Ich bin nicht sicher. Auf der anderen Seite muss es doch möglich sein, auch durch eine fremde Stadt zu laufen, ohne sich ängstlich zu fühlen.
    Toll, dass du das gemacht hast.🥰🥰🤩😃

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