Unser Flug ging erst mittags und so hatten wir am Morgen noch genug Zeit für eine schöne Trainingseinheit im Gym bei uns im Gebäude. Das Gute: wir konnten hier ein kostenloses Probetraining absolvieren – das Training war also mal kostenlos 🥳 

Von Manila ging es im ersten Step nach Puerto Princessa, einem Ort relativ mittig der Insel Palawan. Wir wollten zwar nach El Nido im Norden, aber die Flüge dorthin waren extrem teuer. Also der Umweg. 

Von Puerto Princessa ging es im Minivan in über 5 Stunden nach El Nido. Die Fahrt war an sich ok, wir hielten unterwegs für Dinner und hatten nach anfänglichen Diskussionen am Ende einen einigermaßen guten Platz hinten im Van. Wir guckten zwei Filme, ich arbeitete ein wenig und so versuchten wir die Zeit rumzukriegen. Am Ende war die Fahrt aber doch wirklich sehr lang und wir waren wieder an die 10 Stunden unterwegs. Umso glücklicher waren wir, als wir gegen 23 Uhr endlich im Hotel ankamen. 

Wir wohnen in einem kleinen Guesthouse in Cabo-Cabo, 2-3 km unterhalb vom Ortskern El Nidos. Das Zimmer ist klein, aber sauber und es gibt sogar einen Aufenthaltsraum mit Kaffee und Wasser, den wir nutzen können. 

Trotzdem konnten wir die erste Nacht kaum schlafen, denn die kleinen kuriosen philippinischen Klimaanlagen sind einfach extrem laut. Und wenn ich extrem sage, meine ich das auch so. Wir schlafen ja schon mit Ohropax, aber diese Lautstärke bekommt man nicht gedeckt… 

Beach-Hopping Days

Was kann man in El Nido am besten machen? Beach-Hopping! Denn in der Umgebung gibt es viele verschiedene Strände, die man mit dem Scooter sehr gut erreichen kann. Wir hatten nur drei Tage, deshalb haben wir bei weitem nicht alle Strände geschafft. Wo wir waren:

El Nido Beach 

Am nächsten Morgen machen wir uns erstmal auf den Weg an den Strand von El Nido. Auf dem Weg dorthin versuchen wir Obst und Milch für unser Frühstück zu bekommen; relativ erfolglos. Pflanzenmilch gibt es hier nur mit mindestens 9g Zucker auf 100ml. Und Obst ist irgendwie auch schwierig. So landen wir am Ende mit zwei Äpfeln am Strand und mischen unser Müsli mit Wasser 🥹 

Der Ortsstrand ist eigentlich ganz schön und überhaupt nicht so zugebaut, wie ich ihn mir vorgestellt habe. Wir hatten einen tollen Platz und konnten die tolle Aussicht auf die Bucht und Berge genießen. 

Cabo-Cabo Beach

Am Nachmittag waren wir dann noch am Cabo-Cabo Beach, etwas unterhalb des Ortes in Richtung unseres Hotels. Am nördlichen Ende sind ein paar mehr Boote und man kann nicht so gut baden. Je weiter südlich man aber kommt, desto schöner wird der Strand. Es gibt ein paar Bars und Restaurants und vor allem ganz viele Palmen. 

Sidefact: hier laufen viele Kinder herum und versuchen Armbänder zu verkaufen. Die Philippinen ähneln in vielen Dingen Indonesien; das ist einer davon 😅 

Nacpan Beach

Am nächsten Tag mussten wir direkt an den Nacpan Beach. Dieser liegt ca. 20 km nördlich von El Nido Town und ist einer von Nati & Siars Lieblingsstränden. Daher waren wir hierauf natürlich ganz besonders gespannt!

Und was sollen wir sagen? Wir haben mittlerweile wirklich extrem viele Strände gesehen und am Ende sind sie oft same same. Aber dieser Strand ist wirklich etwas besonderes 🤩🏝️

Der weiße Sand und die wunderschönen Farben des Meers plus die Länge – wirklich ganz toll! Wir sind den Strand komplett zu Fuß abgelaufen und haben ihn so wirklich richtig krass genossen. Mehr braucht man hierzu auch gar nicht sagen, ich denke die Bilder sprechen für sich.

Duli Beach

Der Duli Beach liegt nochmal 5km weiter nördlich als Nacpan. Auch dieser Strand ist super schön; goldgelber Sand und wilde Wellen – so wie Freddy es liebt. Es war hier nur leider super windig und mit Wind am Strand haben wir immer so unsere Probleme. Denn es ist super nervig, wenn wir unsere Bowl zubereiten und das Obst schneiden und dieses dann komplett eingesandet wird 😓

Hier ist uns aber ein richtiger Fauxpas passiert, und das nach über sechs Monaten auf Reisen! Häufig machen wir uns über Menschen „lustig“, die mit ihren Handtüchern super nah ans Wasser ziehen und mit der nächsten Welle weggespült werden. Da es an diesem Tag so windig war, haben wir uns auch relativ weit nach unten gelegt – denn dort ist der Sand fester und windet dann nicht so auf unser Obst. Gut, dass wir unser Essen schützen wollen, denn als ich da so am Papaya schneiden bin, kommt mit einem Mal eine Welle und spült uns, unsere Handtücher, die vorbereiteten Bowls und den Rucksack mal so richtig weg! 😱

Karma is a b**** – hätten wir uns mal nicht so lustig gemacht… Am Ende war alles halb so wild, ein paar Nüsse und Haferflocken verschwendet, es gab Papaya mit Salznote und ein paar Sandeinlagen in Kleidung, Rucksack und Co.

Lio Beach

7km nördlich von El Nido Town und ganz in der Nähe des Airports liegt der Lio Beach. Ein schöner Sandstrand mit Pier und Blick auf die umliegenden Felsen. Besonders zum Sonnenuntergang ist es hier schön.

Philippine Food

Ihr kennt uns mittlerweile und wisst, wie wichtig uns gutes Essen ist. Es muss nicht nur schmecken, sondern auch unseren Anforderungen entsprechen. Viel Gemüse, keine Fertigprodukte und vor allem Eiweißreich. Dass es mit dem Essen auf den Philippinen schwieriger werden kann, wussten wir bereits von Nati & Siar. Dass es so schwierig werden wird, haben wir nicht geahnt. Denn zusätzlich zu unseren Anforderungen sind wir ja auch noch relativ low budget unterwegs. Und brauchen durch den Sport extrem viel zu essen; das heißt die kleinen Restaurant-Portionen reichen oft nicht aus.

Heute gönnen wir uns mal was! 

Am Abend wollten wir uns dann mal richtig was gönnen und sind Burger essen gegangen. Burger hatten wir tatsächlich seit Lombok (Anfang Oktober!) nicht mehr. Doch genau gegenüber unseres Hotels war ein richtiges Burger Restaurant – das bot sich also förmlich an 😄 

Leider hat mich mein Burger ziemlich enttäuscht. Ich hatte mich so richtig auf ein Gemüsepatty gefreut und war irgendwie davon überzeugt, dass der Veggie-Burger in einem richtigen Burger Lokal auf jeden Fall mit Patty sein wird (deswegen hab ich blöderweise nicht gefragt…). Doch leider war der Fleischersatz auf diesem hier marinierter Tofu. Hm 😒 Ich esse super gerne Tofu, aber mittlerweile eben auch seit Monaten; da hatte ich mir einfach etwas anderes gewünscht. Der Burger war trotzdem ok, doch zusätzlich wurde auch noch der Käse vergessen 😅 

Der Besitzer des Lokals war dafür allerbest. Er hat gemerkt, dass vor allem ich nicht ganz so glücklich war und wollte sich entschuldigen, dass wir keinen Käse bekommen haben. Und so hat er uns kurzerhand eine belgische Waffel mit Pistazieneis kostenlos gemacht 🤩 und die war wirklich himmlisch! 

…und Freddys Burger war übrigens auch allerbest! 

Dann wird es eben doch die Healthy Super Bowl für 8€…

Am zweiten Abend sind wir durch El Nido Town gelaufen auf der Suche nach einer Kantine, einem Stand oder Restaurant, welches viel Gemüse anbietet. Leider relativ erfolglos. Und so entschieden wir uns dann ganz gegen unsere Überzeugung doch in einen dieser „Vegan Hipster Bowl Schuppen“ zu gehen. Für 15€ gab es dann zwei Bowls, die wirklich nicht besonders gut schmeckten und uns leider auch nicht satt machten…

Auf dem Weg zurück zu unserem Hotel fanden wir dann noch einen Stand, der Sizzling Tofu anbot. Sizzling-Gerichte sind eine philippinische Spezialität, wobei das Essen auf einer glühend heißen Eisenplatte angerichtet wird, die beim Servieren noch zischt und dampft. Diese sind natürlich oft mit Fleisch, deshalb freuten wir uns, dass es hier das Gericht mit Tofu hab. Leider aber früh, denn Tofu war aus…

Dann hab es eben Scrambled Egg und Veggie-Pancit (gebratene Eiernudeln mit Gemüse). Das war wirklich sehr lecker und machte uns satt. Am Ende schmeckt uns das lokale Essen dann doch immer etwas besser, als die western dishes.

Versöhnender Abschluss

Für den letzten Abend habe ich dann nochmal ein Restaurant herausgesucht. Eigentlich laufen wir lieber selbst durch die Straßen und entscheiden spontan. Doch nach den letzten beiden Abenden, wollten wir mal wieder gut und möglichst günstig essen. In Sitio Calaan, etwas nördlich von El Nido Town, sollte es genau so ein Restaurant geben, welches auch Veggie-Gerichte anbietet. Und diesmal hatten wir wirklich Glück: Es gab für uns Fried Tofu, Pinakbet (ein klassisches philippinisches Gemüsegericht), Morning Glory Phili-Style UND Sizzling Tofu 😃

Das Essen war super lecker und vor allem der Sizzling Tofu hat uns überzeugt. Die Pfanne kommt bruzzelnd an den Tisch und dort ist noch ein rohes Ei drauf; man vermischt dann alles, was zu einer super cremigen und leckeren Konsistenz führt. Richtig gut.

Und so haben wir, zumindest in El Nido, noch einen versöhnlichen Abschluss mit dem Essen gefunden.

Ganz vergessen zu erwähnen: Natürlich haben wir auch in El Nido wieder ein cooles Gym gefunden, in dem wir trainieren konnten. Für 100 Peso (ca. 1,60€) stemmten wir unsere Gewichte hier in einem Local Outdoor-Gym. Der Inhaber war super freundlich und tatsächlich einer der ersten auf unserer gesamten Reise, der sich sogar für das Training interessiert und mehrmals Hilfe angeboten hat. Herzallerliebst 🙃 Außerdem gab es hier Proteinpulver in Portionsgröße für 40 Peso – BESTE!

Unsere Tage in El Nido waren intensiv, vielseitig und definitiv ein kleines Auf und Ab. Traumhafte Strände (Nacpan ❤️), enttäuschendes Essen, aber auch neue Food-Highlights wie Sizzling Tofu haben die Zeit hier schon besonders gemacht.

Wir haben wieder gesehen: manchmal muss man ein bisschen suchen, um genau das zu finden, was man sich vorstellt. Und selbst, wenn mal was schiefgeht (wie die kleine Flutkatastrophe auf unserem Handtuch 😅), ist am Ende doch alles eine Erinnerung wert.

Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Abschnitt unserer Reise. Denn: es steht eine ganz besondere Expedition bevor…


Eine Antwort zu „Beach-Hopping & Food-Fails: Unsere El Nido Experience“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Die kleine Flutkatastrophe finde ich extrem lustig. Sowas passiert einfach, wenn man über andere den Kopf schüttelt. Kenne ich nur zu gut.😂
    Bisschen schade mit dem Essen, dass das nicht immer so toll war. Aber Hauptsache satt. Bin gespannt, wie die Reise weitergeht. 🥰😃🤩

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