Luang Prabang gilt als die kulturelle Hauptstadt von Laos. Eingebettet zwischen den Flüssen Mekong und Nam Khan und umgeben von grünen Hügeln, versprüht die Stadt einen einzigartigen Charme. Wir hatten im Vorfeld nur gutes gehört, waren aufgrund unseres Inland- und Städtekollars aber trotzdem ein bisschen skeptisch. Und so konnten wir eigentlich nur positiv überrascht werden.

Anreise

Luang Prabang ist easy zu erreichen per Flug, Zug oder Bus. Wir haben tatsächlich alle drei Verkehrsmittel in Anspruch genommen. Wir sind mit dem Zug aus Vang Vieng zum ersten Mal hier angekommen, mit dem Bus nach Nong Khiaw und mit dem Flugzeug letztendlich abgereist. 

Der Flughafen liegt relativ zentral in der Stadt und ist natürlich auch recht klein, so dass man nicht besonders viel Zeit einplanen muss. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb, TukTuks in die Stadt kosten fest 50k Kip (2,20€) pro Person. Gleiches gilt für das Bus Terminal. Für die Fahrt zum Flughafen verlangen die Fahrer am meisten (100k Kip pro Person), obwohl der Weg am kürzesten ist 😂 Wir haben uns am Ende eine Fahrt über die App Maxim geordert für insgesamt 80k Kip.

Highlights 

Die kleine Stadt ist noch recht beschaulich und bietet jede Menge kleine, schöne Gassen, in denen man dem Verkehr entkommen kann. Das Mekongufer und die Hauptstraße laden zum Schlendern ein – die Hauptstraße verwandelt sich jeden Abend in einen riesigen Nachtmarkt. Was uns besonders gefallen hat: 

  • Gym: Das Gym in Luang Prabang war mit 50k Kip (2,20€) pro Person zwar eines der teuersten unserer bisherigen Reise, aber auch eins der bestausgestattesten. Es gab sogar Duschen. Hier haben wir richtig schön zwei Stunden gemeinsam trainiert und im Anschluss vor dem Gym in der Sonne gefrühstückt. Herrlich. 
  • Croissant, Zimtschnecke & Co.: Es gab hier doch tatsächlich ECHTE Croissants. Wenn man so viele Wochen auf Gebäck jeglicher Art verzichten muss, ist das ein wahres Highlight. Dafür muss man Croissants noch nicht mal super gerne mögen. Es war einfach köstlich! 

Downsides

So richtige Downsides gab es eigentlich nicht, aber wenn man die Lowlights unseres Aufenthalts finden müsste, wären das: 

  • Der Green Salad: der angebliche Green Salad aka Mini-Rohkostteller war schon wirklich sehr enttäuschend.
  • Massen am Mount Phousi: Die Menschenmassen haben die schöne Aussicht und Sonnenuntergangsstimmung natürlich ein wenig getrübt. Aber darüber kann man sich ja schlecht beschweren, wenn man selbst dort ist, oder? 

Kultur & Menschen 

Die Stadt ist geprägt von ihrer buddhistischen Kultur und so findet man auch viele kleine Tempel überall. Es ist aber auch der Einfluss aus der französischen Kolonialzeit sichtbar, vor allem in den Gebäuden und dem angebotenen Essen. 

Die Menschen sind wie in ganz Laos ruhig, gelassen und zurückhaltend. 

Fitness & Gesundheit 

Für uns war das Gym ein echtes Highlight, denn wir konnten zwei Stunden richtig gut und ausgiebig trainieren. Die Geräte waren relativ neu und es gab alles, was man braucht. Hier könnte man sicherlich regelmäßig hingehen. Wir waren sogar schon allein wegen des Gyms etwas traurig, dass wir nur zwei Tage hier sind  😅

Viel mehr können wir hier sonst auch nicht sagen. Außer: Nicht zu oft am Gebäckstand vorbeigehen, sonst bringt das Training auch nichts mehr 🫣

Food 

In Luang Prabang findet man alles: vom kleinen Straßen-BBQ bis zur französischen Bäckerei – für jeden Geschmack (und Geldbeutel) ist hier etwas dabei. Wir waren an beiden Abenden auf dem Nachtmarkt essen. Was uns besonders gefallen hat: das All You Can Eat Veggie Buffet für 50k Kip – das war super lecker und reichhaltig. 

Unser erstes Lao Sandwich war auch sehr lecker, trotz weißem Baguette. Der Salat macht es frisch, das Omelette würzig und Kräuter bringen einen asiatischen Touch dazu. 

Ansonsten findet man auf dem Nachtmarkt alles mögliche und es sicherlich für jeden etwas dabei. 

Was wir hier auf dem Morning Market außerdem entdeckt haben: 

  • Sacha Inchi: Auch bekannt als Inka-Erdnüsse, gehören diese kleinen Power-Nüsse für uns definitiv zu den leckersten überhaupt. Das Beste daran? Sie punkten nicht nur geschmacklich, sondern auch mit ihren Nährwerten: Sacha Inchi sind die pflanzliche Quelle mit dem höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren – ein echtes Superfood! Schade, dass es sie in DE bisher nicht gibt. Oder kennt die jemand?
  • Fried Bamboo: Auch das haben wir auf dem Markt zum ersten Mal entdeckt und finden es super lecker. Mit Leaves gewürzt, sind die getrockneten Bambusstücke einfach ein super Snack. Und dazu auch noch extrem günstig. Schade, dass wir nur eine Tüte gekauft haben 🥲

Kosten 

Die Preise sind ähnlich, wie in ganz Laos und wir haben keine großen Unterschiede festgestellt. 

Preisbeispiele: 

  • Hotel: 18€ / Nacht
  • Papaya Salad: 40k Kip (ca. 1,75€)
  • Airport-Taxi: 80k Kip (ca. 3,50€)
  • Gericht auf dem Nachtmarkt: ca. 50k Kip (ca. 2,20€)
  • Schoko-Croissant: 50k Kip (ca. 2,20€)
  • Eintritt Mount Phousi: 40k Kip (ca. 1,75€)

Good to Know

Weil uns das Inland so unglaublich auf die Nerven ging, haben wir nur knappe zwei Tage in der Stadt eingeplant. Dadurch haben wir dann am Ende gar nicht alles geschafft, weil wir doch auch mehr Zeit in der Stadt selbst verbringen wollten. Man kann also gut ein paar mehr Tage einplanen, wenn man auch das Umland und die Wasserfälle erkunden möchte. 

  • Lao Sandwich: Anders als z.B. in Vang Vieng gibt es die Lao Sandwiches Stände hier nur am Vormittag. 
  • All You Can Eat Buffet: Es gibt noch eine kleine Gasse gegenüber vom eigentlichen Nachtmarkt, in der jede Menge Food verkauft wird und unter anderem auch das Veggie-Buffet.
  • Mekong Sunset Tour: Es werden von fast überall in der Stadt Sunset-Dinner-Touren auf dem Mekong angeboten. Kann sicherlich auch toll sein und vielleicht nicht ganz so voll, wie der Mount Phousi 😉

Wiederkommen? 

Die Stadt hat uns schon ganz gut gefallen. Und da wir den berühmten Kuang Si Waterfall, weswegen alle Welt hierher kommt, nicht einmal besucht haben, gibt es schon Grund genug noch einmal herzukommen. Wir würden Luang Prabang auf jeden Fall jedem Laos-Reisenden empfehlen – und plant direkt ein paar Tage mehr ein!


2 Antworten zu „Destination Insights: Luang Prabang“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Ein verpasster Wasserall? Da reist ihr ganz sicher nochmal hin 🤓 Außerdem: Sunset-Dinner-Tour auf dem Mekong klingt mega und fried bamboo ebenfalls. Bin gespannt 🤩🥰

  2. Avatar von Wolfgang
    Wolfgang

    Ihr Lieben, heute mal kein comment ! Aber der bericht zeigt, wie schön Laos ist und wie gut es euch gefällt. Und erst das Essen. Eure Begeisterung freut mich sehr und hoffentlich bleibt die weiter so für die nächsten Stationen, die ihr plant. Genießt weiterhin die Zeit zusammen und erfreut uns mit den Fotos und Berichten.

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