Makassar ist eine Stadt im Südwesten von Sulawesi rund eine Flugstunde von Bali entfernt. Eigentlich hat die Stadt nicht so vieles zu bieten und wird oft nur als Durchreisestation genutzt. So auch von uns, da wir hier zwangsläufig auf dem Weg nach Raja Ampat zwischenlanden mussten. Wir haben uns aber dazu entschieden nach den ganzen Strandtagen mal wieder ein paar Stadttage einzulegen und sind so drei Tage geblieben. 2018 waren wir auch schon hier und es hatte uns irgendwie ganz gut gefallen, weil die Stadt einfach so anders ist. Untouristisch, asiatisch, authentisch. Das mögen wir. 

Highlights 

Wie gesagt, generell hat Makassar für Touristen wenig zu bieten. Es gibt das Fort Rotterdam, welches eine historische Festung aus niederländischen Kolonialzeiten ist. Hier waren wir 2018 schon und haben es deshalb dieses Jahr ausgelassen. Ansonsten gibt es den Pantai Losari, die Promenade von Makassar, von der man einen tollen Blick aufs Meer und die Moscheen Masjid Kubah und Amirul hat. Die Sonnenuntergänge sind hier übrigens sensationell. 

Was Makassar für uns auszeichnet: 

  • Authentizität: Makassar ist einfach authentisch. Hier ist nichts geschönt oder poliert. Die Stadt ist heiß und stickig und versucht das nicht zu verstecken.
  • Jagung Bakar und Pisang Epe: Zwei Gerichte, die du an jeder Ecke findest. Gegrillter Mais und gegrillte Banane. Das Besondere: Der Mais wird hier nicht am Kolben serviert, sondern nach dem Grillen abgemacht und mariniert. 
  • Persönliches Highlight: Wir haben nach langer Zeit mal wieder Martabak und Onde Onde gegessen, unsere beiden indonesischen Lieblingsdesserts – jeder Fan kann sich freuen, denn Stände gibt es hier wie Sand am Meer. 

Downsides

Makassar ist heiß und voll, laut uns stickig. Und: 

  • Es gibt keine Fußwege: Das macht das Zurücklegen von Strecken zu Fuß nicht ganz so einfach. Man muss hart gesonnen sein und darf keine Angst vor dem Verkehr haben. Wir haben uns mittlerweile gut eingegrooved und fließen auch zu Fuß mit dem Verkehr. 
  • Roller nur für zwei Tage: Das ist eigentlich kein richtiges Downside, war für uns aber schade, weil wir am zweiten Tag schon gerne ins Hinterland gefahren wären. Wir hätten uns hier aber natürlich auch einfach besser informieren können; dann hätte das vielleicht geklappt. 

Kultur & Menschen 

Makassar ist hauptsächlich muslimisch und so dominieren Moscheen und der Muezzin-Gesang das Stadtbild. Die Menschen sind freundlich und super interessiert an dir. Auch hier wirst du von fast jedem angeschaut und angesprochen. Es heißt übrigens immer “Hey Mister”, auch zu Frauen 😁 Aber alle, wirklich ALLE lächeln dich an – und das ist doch etwas total positives in dieser Welt. In Hamburg passiert das für unseren Geschmack viel zu selten. 

Fitness & Gesundheit 

Diese Kategorie muss diesmal leider ausfallen 🤣 Wir haben weder trainiert, noch Yoga gemacht. Aber: Wir sind marschiert, und haben so einige Kilometer abgerissen. Uns hat das Gehen die letzten Tage extrem gefehlt, weil wir auf den Inseln doch eher weniger zu Fuß unterwegs sind und mehr auf dem Roller sitzen. Dementsprechend kam uns das ganz gelegen und wir waren froh, endlich mal wieder (wie Mama es nennen würde) Asphalt-Jogging zu machen 😃

Food 

Essen gibt es hier an jeder Ecke. Sowohl in den Malls, auch auch auf der Straße – der nächste Foodstand ist nie weit entfernt. Wie oben bereits erwähnt, sind Jagung Bakar und Pisang Epe hier besonders beliebte Gerichte. Aber auch sonst findest du alles, was die indonesische Küche zu bieten hat. 

Außerdem total beliebt: Iced Coffee oder Tea und verschiedenste “Bread-Varianten”: Das sind Brote, ähnlich wie Milchbrötchen mit verschiedenen Füllungen, Toppings und Geschmäckern. Von süß mit Schokolade oder Pandan bis herzhaft mit Käse, Wurst, Chili oder Chicken, gibt es eigentlich alles. Wir haben natürlich probiert und hatten Käse, Schoki und Pandan. Pandan schmeckte am besten, aber generell können die Brote nicht mit einem echten Croissant oder Franzbrötchen mithalten. 

Kosten

Makassar ist relativ günstig. Für unser Hotel haben wir gute 20€ pro Nacht inkl. Frühstücksbuffet gezahlt. Und auch Essen bekommt man in den Malls und an den Straßenständen super günstig.

Hier wieder ein paar Preisbeispiele: 

  • Martabak Coklat Kacang: 20k IDR (ca. 1,20€) 
  • Nasi Goreng: 15k IDR (ca. 0,90€)
  • Gorengan: 1k IDR / Stk. (ca. 0,05€)
  • Taxi: ca. 7k IDR / km (ca. 0,40€)
  • Kugel Eis: 15k IDR (ca. 0,90€)

Good to Know

Wer Makassar besucht, muss wissen, dass es eine typische indonesische Großstadt ist, die relativ wenig Sehenswürdigkeiten direkt in der Stadt zu bieten hat. Man sollte hier also kein Bangkok oder Kuala Lumpur erwarten 😅

Wer aber in das authentische indonesische Großstadtleben eintauchen möchte, sollte der Stadt unbedingt einen Besuch abstatten. Denn so echt und ungeschönt, bekommt man das Stadtleben selten zu sehen. Wir mögen das Abenteuer und das “anders sein” – deswegen macht es uns auch nichts aus, als einziger zu Fuß durch den Verkehr zu marschieren. Aber sowas muss man eben mögen (und aushalten können) – dem Stadtkollar kann man hier definitiv schnell sehr, sehr nahe kommen 🫣

Wiederkommen? 

Wir waren jetzt zwei Mal hier und bräuchten sicherlich keinen dritten Besuch in der Stadt. Aber wir haben es wieder nicht nach Rammang Rammang oder auf die vorgelagerten Inseln geschafft, also wer weiß, ob das nicht doch nochmal Anlass für einen Besucht wird… irgendwann. 


2 Antworten zu „Destination Insights: Makassar“

  1. Avatar von Thekla
    Thekla

    Asphalt joggen🤣🤣🤣 im Urlaub macht das aber Spaß 😘

  2. Avatar von Sandra
    Sandra

    Eigentlich müsst ihr noch ein drittes Mal wiederkommen. Wenn noch so viele Punkte offen sind. Ich bin gespannt. 🤓🤩🥰

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