Papua… Raja Ampat… Das klingt für uns nach purem Abenteuer & Magie: kristallklares Wasser, unberührte Korallenriffe, und eine unglaubliche Vielfalt an Inseln und Meereslebewesen. Dieses Archipel im äußersten Osten Indonesiens ist ein Sehnsuchtsziel für viele Reisende und wurde auch für uns zu einem Highlight unserer bisherigen Reise.

Mit über 1.500 Inseln, kleinen Atollen und Sandbänken ist Raja Ampat ein wahres Naturwunder. Hier scheinen Zeit und Alltag keine Rolle zu spielen – stattdessen tauchst du ein in eine Welt voller Ruhe, Abenteuer und atemberaubender Schönheit.

Zwei Wochen durften wir dort verbringen und die atemberaubende, unberührte Natur genießen. 

Highlights 

Wo fangen wir an? Natürlich war der gesamte Aufenthalt an sich schon ein einziges Highlight! Denn damit ist einer meiner größten Träume in Erfüllung gegangen. Schon so lange hatte ich von dieser mystischen, weit entfernten Welt geträumt. Und auf einmal waren wir da. Mehr Highlight geht nicht. Aber natürlich gab es für uns noch ein paar Highlights vom Highlight 😃

  • All for us: An beiden Standorten hatten wir das Homestay fast die komplette Zeit für uns alleine. Bis auf zwei Nächte konnten wir das Paradies so komplett für uns genießen und haben uns dadurch noch ein bisschen mehr wie am Ende der Welt gefühlt. 
  • Schnorcheln: Wie nicht anders zu erwarten, war natürlich das Schnorcheln hier der absolute Wahnsinn. Wir durften eine so atemberaubende, vielfältige und intakte Unterwasserwelt entdecken und erkunden – ein echtes Highlight fürs Leben. Die gesichteten Haie waren dann noch das I-Tüpfelchen; die Kirsche auf der Sahnetorte sozusagen 😄  
  • Piaynemo: Ein kleiner Traum, der in Erfüllung ging, und so wird Piaynemo auch für immer ein Highlight der ganzen Reise sein. Besonders die schöne Morgenstimmung und dass wir den Viewpoint ganz für uns alleine hatten, haben den Moment mehr als einzigartig gemacht. 
  • Food: Besonders im Raja Ampat Diva Homestay hatten wir so unglaublich gutes, leckeres, vielfältiges und reichhaltiges Essen. Die Gerichte waren raffiniert zubereitet und einiges kannten wir so noch gar nicht. Von der angeblichen Raja Ampat Diät haben wir somit nichts mitbekommen, und das Essen war für uns Foodies ein echtes Highlight!
  • Over Water Bungalow: Das erste Mal in unserem Leben durften wir in einem Überwasser-Bungalow schlafen und das ist natürlich etwas ganz besonderes. Alleine das Feeling, aber auch das Meeresrauschen unter dir in der Nacht oder das Fische beobachten von der Veranda aus – ein Traum!

Downsides

Wenn man im Paradies ist, fällt es generell schwer irgendwelche Downsides zu finden. Einfach weil man alles so schön findet und vielleicht auch ein bisschen idealisiert. Aber wir legen natürlich alle Karten ehrlich auf den Tisch: 

  • Moskitos: Trotz des guten indonesischen Insect Repellant haben wir sicherlich an die 50 Stiche bekommen, die zwar klein sind, aber extrem jucken. Mittlerweile sehen wir teilweise aus wie ein Streuselkuchen mit all den Stichen und Stellen 😭
  • Feuer: In Indonesien und erst recht in Raja Ampat gibt es keine Müllentsorgung. Daher wird dieser einfach hinterm Haus verbrannt. Außerdem auch die trockenen Palmblätter und Kokosnussschalen. Wenn kein Wind weht oder dieser aus der falschen Richtung kommt, lebt man also im Qualm. Und das ist gar nicht schön. 
  • Ratte: Unsere Begegnung mit der Ratte würde wohl so mancher auch als Lowlight sehen. Wir müssen hier aber sagen, dass das nun einmal die Natur dort ist und wir es daher gar nicht so schlimm finden. Einziges echtes Downside daran: meine angeknabberte Lunchbox 😂

Kultur & Menschen 

Die Menschen in Papua und Raja Ampat haben melanesische Wurzeln; das heißt ihre Haut ist viel dunkler und das Haar kraus. Sie erinnern somit vom Aussehen gar nicht an die asiatischen Indonesier. Die Menschen sind außerdem christlich und man findet hier viele Kirchen. Auch jedes noch so kleine Dorf in Raja Ampat hat eine Kirche.

Ansonsten sind die Menschen hier ein absolutes Wasservolk. Was ja auch logisch ist, denn die Inseln und Orte sind nur per Boot zu erreichen. Selbst auf den einzelnen Inseln gibt es keine Straßen, geschweige denn Autos oder Roller. Jeglicher Verkehr findet auf See statt. Das ist schon etwas besonderes. 

Obwohl Raja Ampat viele Touristen anzieht, scheinen die Locals Europäer immer noch nicht gewohnt zu sein. In den Dörfern wurde uns unterschiedlich begegnet. Auf Pam waren alle super freundlich, lächelten und haben uns angesprochen. Auf Fam waren die Leute etwas zurückhaltender; das hatten wir bis dato so noch nicht erlebt.

Side fact: Die Menschen tragen hier keine Schuhe und sind nur barfuß unterwegs. Wofür auch?

Fitness & Gesundheit 

Fitness & Gesundheit spielt hier überhaupt keine Rolle. Was meint ihr, wie die uns angeschaut haben, als wir da mit unserem SmartWorkout-Set ankamen 🤣 Ausprobieren wollten sie es aber trotzdem mal 🙂 Und die meisten gehen natürlich körperlicher Arbeit nach und halten sich dadurch aktiv; den Rest des Tages wird gegessen oder geschlafen. 

Für uns war der Aufenthalt klasse, da wir an beiden Standorten mit unseren Bändern hervorragend trainieren konnten. Yoga war natürlich auch drin! Und nicht zu vergessen das ganze Schnorcheln und Schwimmen; das kann man hier natürlich besonders gut. 

Das einzige was uns hier gefehlt hat, insbesondere auf Pam, war das Laufen. Wir gehen normalerweise täglich so viele Schritte, dass wir dort schon etwas eingerostet sind. Vor allem der Spaziergang nach dem Essen hat uns gefehlt. 

Food 

Das Essen war in beiden Homestays einfach fantastisch. Dabei war es nicht nur lecker, sondern von den Makronährstoffen auch recht ausgeglichen. Es gab vor allem auf Pam immer eine super Auswahl an Proteinen in Form von Tofu, Tempeh, Eiern, Fisch oder Fleisch. Dazu jede Menge Gemüse. Die Zubereitung und Zutaten waren abwechslungsreich und vielfältig. 

Nur das Frühstück hat uns nicht ganz so gut gefallen, denn das ist hier süß. Das heißt es gibt Pisang Goreng, Pandan Kuchen, Pancakes, Donuts… das hätten wir uns lieber zum Nachtisch gewünscht und ein herzhaftes Frühstück genossen. Aber irgendwas ist ja immer 😁

Kosten 

Es heißt immer, dass Raja Ampat super teuer ist, aber abschließend betrachtet, geht das eigentlich. Einzig die Transportkosten sind vergleichsweise hoch; aber es sind halt auch weite Wege übers Meer. 

Der Eintritt ist mit insgesamt 1 Mio. IDR (ca. 60€) natürlich relativ hoch, aber solche Naturreservate müssen ja irgendwie geschützt werden. Und solange das Geld an der richtigen Stelle ankommt, ist das fine für uns. 

Preisbeispiele: 

  • Hotel inkl. Mahlzeiten für 2: 850k IDR (ca. 50€)
  • Sorong-Waisai Ferry: 125k IDR / Person (ca. 7€)
  • Transport Pam-Fam: 1,8 Mio IDR (ca. 105€)
  • Piaynemo Ausflug: 1 Mio IDR (ca. 60€)
  • Schnorchelausflug: 350k IDR (ca. 20€)
  • Cargoboat Fam-Sorong: 145k IDR / Person (ca. 8,50€)

Good to Know

Raja Ampat ist unsere Meinung nach ein MUST SEE für jeden. Vor allem, wer einmal die Schönheit der Meere in seiner ganzen Pracht genießen möchte, muss hier unbedingt hin. Bevor ihr anreist, solltet ihr folgende Punkte beachten:

  • Schnorchelausrüstung: Unbedingt selbst mitbringen. Vor Ort kann man sich keine leihen. Unserer Meinung reichen Schnorchel und Brille reichen vollkommen aus; Flossen brauchten wir trotz Strömung nicht.
  • Strömung beachten: In Raja Ampat sind teilweise echt krasse Strömungen. Da muss man wahnsinnig aufpassen, insbesondere wenn man alleine am Hausriff schnorcheln ist. Auf Ausflügen wird man extra so rausgelassen, dass man mit der Strömung schnorchelt, Aber Achtung: Auch das kann gruselig werden, wenn man auf einmal super stark in eine Richtung gezogen wird und nix dagegen tun kann. Dann einfach abwarten und treiben lassen 😅
  • Transportkosten: Wie oben bereits erwähnt sind die Transportkosten recht hoch. Hier macht es durchaus Sinn die Boote mit anderen Reisenden zu teilen; so könnte man etwas sparen. Dafür braucht man aber natürlich auch Glück, dass jemand anderes in die gleiche Richtung will. 
  • Lesestoff mitbringen: Außer schnorcheln und entspannen kann man nicht viel machen. Man sollte also ausreichend Lesestoff dabei haben (sofern man denn liest).
  • Bring yourself: Snacks, Bier oder sonstige spezielle Verlangen müssen mitgebracht werden. In den Dörfern gibt es, wenn überhaupt, nur Mini Shops mit eingeschränkter Auswahl (Alkohol gar nicht).

Wiederkommen? 

Definitiv! Ich hab Papa schon versprochen, dass ich mit ihm hierherfahre, sobald er in Rente ist und wir dann den ganzen Tag zusammen schnorcheln. Ich saß nämlich oft am Wasser und hab mir vorgestellt, dass Papa wahrscheinlich die ganze Zeit nur im Wasser wäre – und da muss ich unbedingt dabei sein 😌 

Außerdem gibt es noch SO viel mehr zu sehen. Wir haben ja nur ein Bruchteil dieses schönen Inselarchipels erkundet. Das nächste mal machen wir dann einfach direkt einen Trip mit dem Segelboot, so kann man die gesamte Schönheit Raja Ampats entdecken 🧭


3 Antworten zu „Destination Insights: Raja Ampat“

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Bin gespannt, ob ihr Raja Ampat erst wieder besucht, wenn C. in Rente ist oder ob ihr vorher nochmal einen Abstecher macht. Es klingt auf jeden Fall nach einem großartigen Reiseziel.🤩😃😘

  2. Avatar von Nati
    Nati

    Dort möchte ich auch eines Tages mit Kian hin und ihm die Unterwasserwelt zeigen. Bis er soweit ist, ist Papa bestimmt schon in Rente Haha dann passt es 😂

    1. Avatar von bianca

      Ja genau, dann mieten wir uns alle zusammen so ein Segelboot und cruisen durchs Archipel, das wird toll 😍

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