Surabaya ist die zweitgrößte Stadt Indonesiens und Hauptstadt von Ost-Java. Wir hatten sie nie auf unserer Bucketliste, haben den Namen zwar zig Male bei Airport-Durchsagen gehört, sind hier aber letztendlich nur zufällig gelandet. Dabei steckt die Metropole voller Vielfalt und Überraschungen. Der Name „Surabaya“ zum Beispiel stammt aus dem Sanskrit und bedeutet „Weißer Hai“ (Sura) und „Krokodil“ (Baya) – ein Hinweis auf die Legende eines Kampfes zwischen diesen beiden Tieren, der als Ursprung der Stadt gilt.

Heute ist Surabaya ein wichtiger Knotenpunkt für Handel und Kultur in Indonesien. Die Stadt kombiniert moderne Wolkenkratzer mit traditionellen Vierteln, in denen sich das alltägliche Leben abspielt. Was uns besonders überrascht hat: Trotz ihrer Größe gibt es hier grüne Oasen, kunstvolle Streetart und sehr viel Streetfood.

Highlights

Wir hatten mit gar keinen Highlights gerechnet und so hat uns diese Stadt ganz schön überrascht: 

  • Die Wohngassen: Überall gehen von den Hauptstraßen kleine Gassen ab, in denen die Menschen leben. Hier ist es grün, gepflegt und ruhig. Erstaunlich ruhig! Das hat uns super gut gefallen. 
  • Streetart: Und auch sonst ist die Stadt an vielen Stellen schön gestaltet. Das fängt bei den Gullideckeln an und zieht sich so durch die ganze Stadt mit Graffitis, Pflanzen oder anderen Details. Die Locals scheinen hier ein Auge fürs Schöne zu haben. 
  • Nightmarket: Der Pasar Malam Kodam war richtig toll. Endlich wieder Nachtmarkt und richtig gutes Streetfood. Es gab so viel, dass es uns echt schwer fiel uns zu entscheiden. Und wir waren traurig, dass wir nicht riesige Mägen haben, in die einfach viel mehr reinpasst 😂
  • Freddys Friseurbesuch: Immer wieder ein Highlight sich hier zu verständigen. Aber die geben sich immer extreme Mühe und so war es auch diesmal ein absolutes Spektakel (besonders für mich beim zugucken 😜)

Downsides 

Es gibt eigentlich relativ wenig, was uns in dieser Stadt gestört hat. Natürlich ist der übliche Großstadtlärm irgendwie nicht mehr so unsers und der Verkehr und Smog geht uns irgendwie auch auf die Nerven (wird man im Alter eigentlich wunderlich?). Aber dem konnte man hier ja voll gut entkommen. Was sonst? 

  • Pasar Atom: Das der angeblich so gute Foodmarket Pasar Atom bereits um 17 Uhr schließt, war schon irgendwie enttäuschend. 
  • Timezone: Ganz Java hat irgendwie die falsche Zeitzone. Nicht wie üblich die +7 (bei Winterzeit), sondern nur +6. Und das führt dazu, dass die Sonne um 5 Uhr aufgeht und um 17 Uhr schon wieder unter. Finden wir doof. 

Kultur & Menschen 

Ganz Java und so auch Surabaya ist muslimisch. Allerdings präsentierte sich die Stadt für uns total gemischt. Wir hatten hier nicht mit besonders vielen Locals zu tun, aber auf dem Nachtmarkt waren wir definitiv wieder die Attraktion – hier scheinen sich nicht so viele Touristen blicken zu lassen. Verstehen wir gar nicht 😅 

Wie schon gesagt, haben die Bewohner ein Auge fürs Schöne. Und alle lieben essen, aber das ist überall in Indonesien so 😄  

Fitness & Gesundheit 

Müssen wir leider mal wieder ausfallen lassen, da hatten wir in den zwei Tagen keine Zeit für 🤣 

Es gibt aber so gut wie überall Fußwege, so dass wir gut zu Fuß durch die Stadt kamen und endlich auch mal wieder ein paar Schritte machen konnten. 

Food

Surabaya ist für sein gutes und vielfältiges Streetfood bekannt. Und das können wir nur bestätigen! Es gibt wirklich an jeder Ecke bzw. eigentlich sogar laufend kleine Stände. Dazu kommen dann die Märkte. 

Die Vielfalt auf dem Pasar Malam Kodam war riesig und von herzhaft bis süß gab es alles, was das Herz begehrt. Auch ausgefallenes, wie Potato Cheese Bread (was ich unglaublich gerne probiert hätte, aber einfach nicht mehr passte) oder Eiscreme im Toast 😅 

Wer also Lust auf gutes indonesisches Food hat, sollte unbedingt mal nach Surabaya. 

Kosten

Wie in jeder Großstadt findet man auch in Surabaya von günstig bis teuer alles. Insbesondere das Essen an den Ständen ist aber wirklich extrem günstig und wahrscheinlich sogar das günstigste, was wir je hatten. 

Hier wieder ein paar Preisbeispiele: 

  • Hotel: 22€ pro Nacht
  • Tempeh Penyet: 10k IDR (ca. 0,60€)
  • Lumpia (Springroll): 5k IDR (ca. 0,30€)
  • Freddys Haarschnitt: 30k IDR (ca. 1,75€)
  • Pizza Hut Pizza: 140k IDR (ca. 8,20€)
  • Nägel machen: 185k IDR (ca. 11€)
  • Taxi Innenstadt-Airport 26 km: 90k IDR (ca. 5,30€)

Good to know 

Lasst euch nicht abschrecken und kommt nach Surabaya! Ansonsten gibt es wenig Tipps, die wir mit auf den Weg geben können, die wir nicht irgendwo schon erwähnt haben. Aber zusammengefasst: 

  • Pasar Atom nur bei Tag
  • Traut euch in die kleinen Gassen einzubiegen 
  • Kauft Parfum: überall gibt es kleine Stores, die bekannte Parfums (nachgemacht) verkaufen. Wir haben uns hier mit neuem eingedeckt – für unter 1€ pro Fläschchen OHNE handeln! 
  • Längeren Aufenthalt planen: Surabaya liegt super zentral zu einigen Sehenswürdigkeiten auf Java, wie zum Beispiel dem Mount Bromo. Man könnte länger hier bleiben und die Stadt als Ausgangspunkt nutzen. 

Wiederkommen? 

Sollte es sich irgendwann nochmal anbieten, dass wir über Surabaya fliegen, würden wir das definitiv tun und auch wieder einen Zwischenstopp einlegen. Auch um den Osten Javas zu erkunden, könnten wir uns vorstellen, dass die Stadt ein super Ausgangspunkt wäre. Mal sehen, was die Zeit noch bringt… und vielleicht sehen wir uns wieder. 


2 Antworten zu „Destination Insights: Surabaya“

  1. Avatar von Nati
    Nati

    Lieben wir 😍

  2. Avatar von Sandra
    Sandra

    Jupp, mir gefällt das auch 🤩😘

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