Eingebettet zwischen beeindruckenden Karstbergen und dem malerischen Nam Song Fluss liegt Vang Vieng. Ein Ort, der Naturfreunde und Abenteurer gleichermaßen begeistert. Einst war der Ort bei Backpackern beliebt, wodurch sich hier eine rege Partyszene entwickelte. Doch die Zeiten sind vorbei; mittlerweile versucht man mehr Abenteuer- und Outdoor-Touristen anzuziehen. Durch die gute Anbindung über den Laos-China-Railway ist der Ort vor allem auch bei Chinesen beliebt.
Es gibt eine richtig gute touristische Infrastruktur mit vielen Restaurants, Bars, Massagen, Touranbieter und Shops.
Der Ort liegt außerdem super gut. Man erreicht über den Vang Vieng Loop alle interessanten Spots in relativ kurzer Zeit; die Wege sind also nicht weit. Und von überall hat man traumhafte Ausblicke auf die einmalige Natur.



Highlights
Ein absolutes Highlight ist die Lage des Orts, so eingebettet in die Karstberge. Das ist einfach einmalig; von fast überall hast du einen tollen Blick. Weitere Highlights unseres Aufenthaltes:
- Blue Lagoons: Die natürlichen blauen Lagunen an den Hängen der Karstberge sind einfach herrlich. Und bieten eine super Badealternative im „Land ohne Meer“. Hier kann man entspannen, Action über die Seilrutschen und Sprungtürme haben und die Natur genießen.
- Loop Cave: Wie wir da so ganz alleine im stockdunkeln in der Höhle stehen, werden wir so schnell wohl nicht vergessen. Definitiv eine extrem krasse Erfahrung und ich bin froh, dass wir das als Nicht-Höhlenliebhaber gewagt haben.
- Nam Xai Viewpoint: Mit DEM Laos Foto schlechthin im Gepäck muss das natürlich ein Highlight sein! Die Aussicht von dort oben ist auch einfach atemberaubend und dann dieses Motorrad – wahnsinn!







Downsides
Vang Vieng ist schon relativ voll für seine Größe. Und das bringt für den ruhesuchenden Touristen auch einige Nachteile mit sich:
- Viel Verkehr: Ihr kennt es mittlerweile von uns – wir mögen nicht so gerne viel Verkehr 😂 Durch Vang Vieng führt aber halt leider nur eine Hauptstraße und so ist diese eigentlich den ganzen Tag befahren. Möchte man irgendwo zu Fuß laufen, muss man immer aufpassen, dass man nicht von einem Pick-up, der die nächste „Fuhre“ Touristen zum nächsten Spot fährt, umgefahren wird. Das nervt.
- Krank: Leider waren wir beide extrem erkältet. Erst ich, dann Freddy. Dadurch fielen viele Unternehmungen aus… Für uns Abenteuerlustige besonders hart.

Kultur & Menschen
Die Menschen in Vang Vieng sind Touristen gewohnt und dementsprechend darauf eingestellt. Trotzdem sind die Leute auch hier eher zurückhaltend und nicht so outgoing.
Reisfelder sind hier ein zentraler Bestandteil des Lebens. Viele Bewohner sind Buddhisten, und die Tempel, Stupas und Opfergabenstätten in der Umgebung dienen als spirituelle Zentren, die das soziale und kulturelle Leben prägen.



Fitness & Gesundheit
In Vang Vieng gibt es ein Gym, in dem man für 40k Kip (ca. 1,75€) trainieren kann. Das Studio ist ordentlich ausgestattet und man könnte perfekt den Push-Pull-Leg Split fahren 😏
Aber mit unserer Gesundheit stand es in Vang Vieng ja leider nicht so gut. Trotzdem konnten wir zumindest beide zweimal ins Gym gehen. Die erste Hälfte unseres Aufenthaltes war Freddy noch fit und konnte trainieren. In der zweiten Hälfte fühlte ich mich dann besser und konnte auch nochmal zwei Tage mini Trainings absolvieren.
Ansonsten kann man hier natürlich in der Natur super viel sportlicher Aktivität nachgehen. Darauf ist der Ort schließlich aufgebaut: Kayaking, Wandern, Zipline, in blaue Lagunen springen, und und und…
Davon hätten wir hier gerne viel viel mehr gemacht 😭


Food
In Vang Vieng gibt es super viele Restaurants. Außerdem an jeder Ecke: die kleinen Stände mit Lao Sandwich und Roti – hier Lotee genannt. Unser Hotel lag direkt am Nachtmarkt und so war dieser auch unser bevorzugter Dinner Spot. Denn hier gab es einen richtig guten Stand mit leckerer und günstiger Küche.
Unsere Highlights: Pad Thai und Red Curry. Einfach köstlich.
Was wir außerdem entdeckt haben: Fresh Spring Rolls (unser neuestes Lieblingsessen) und Sticky Rice vom Grill (schmeckt witzig).
In Vang Vieng hatten wir außerdem unseren allerersten süßen Roti. Ist ja einer meiner absoluten Lieblingsdesserts, aber wir konnten uns ganz schön lange beherrschen. Irgendwann war es dann aber endlich so weit: für mich gab es Banana Chocolate und für Freddy Peanut Chocolate – köstlich!








Kosten
In Vang Vieng kann man wahrscheinlich schon alles bekommen. Roller sind hier verglichen mit Indonesien etwas teurer und auch das Essen ist nicht ganz so günstig, vor allem in Restaurants. Du kommst hier aber auch gut als Budget Traveller zurecht.
Hier wieder ein paar Preisbeispiele:
- Pad Thai: 40k Kip (ca. 1,75€)
- Papaya Salad: 40k Kip (ca. 1,75€)
- Red Curry: 50k Kip (ca. 2,20€)
- Hotel: 13,50€ / Nacht
- Roller: 150k / Tag (ca. 6,50€)
- Lagunen-Eintritt: 40k Kip / Person (ca. 1,75€)
Good to know
Von Vang Vieng aus kann man super viel unternehmen, so dass man gut 5-7 Tage hier verbringen kann. Hier kommen noch unsere Quick Tipps für einen entspannten Aufenthalt:
- Alles kostet Eintritt: Jede Lagune, jede Höhle, jeder Viewpoint – in Laos kostet einfach alles Eintritt. Meist zwischen 20-40k Kip (0,85-1,75€) pro Person.
- Grubenlampe: Eine Stirn- oder Taschenlampe sollten ihr einfach immer im Rucksack haben. Es gibt eigentlich überall kleinere Höhlen, z.B. an den blauen Lagunen, die man flexibel und spontan noch besichtigen kann. Da ist es ärgerlich, wenn die Grubenlampe im Hotelzimmer liegt.
- Lao Sandwich: Im restlichen Laos war es gar nicht mehr so einfach die Sandwiches außerhalb des Morgens zu finden. Von daher: Gönnt euch direkt hier eins!
- Roller: Es gibt auch Orte und Viewpoints, die man von Vang Vieng zu Fuß erreichen kann, z.B. Tham Chang Cave, Phapoak Viewpoint oder die blaue Brücke mit der Than None Cave. Man braucht also nicht die ganze Zeit einen Roller.
Wiederkommen?
Freddy und ich sind hier zum ersten Mal etwas unterschiedlicher Meinung. Freddy fand Vang Vieng zu voll, laut, staubig und stickig mit dem Verkehr. Grundsätzlich mag er aber auch die Natur, die Lagunen und vor allem, dass man überall so schnell hinkommt.
Ich fand den Ort hingegen voll gut. Klar, es war viel Verkehr und etwas staubig. Aber mir hat es irgendwie gefallen durch den Ort zu schlendern und zu bummeln. Ich hab mich dort irgendwie wohl gefühlt. Von daher von mir eine absolute Empfehlung! Und ich würde direkt (wenn ich den Strandkollar bekommen sollte) nochmal dort hin und alles machen, was wir diesmal nicht geschafft haben 😁


Schreibe einen Kommentar