Den ersten Tag hier im Süden von Lombok haben wir genutzt, um einfach erstmal anzukommen. Wir haben uns umgeschaut, was sich verändert hat, waren an den zwei uns liebsten Stränden (Mawun Beach und Selong Belanak – einer unserer absoluten Lieblingsstrände) und haben einfach genossen wieder hier zu sein. 

Die kommenden drei Tage haben wir dann aber damit verbracht den kompletten Süden Lomboks zu erkunden. Das Verrückte: Wir sind jetzt zum fünften Mal auf der Insel und haben wieder SO viel Neues entdeckt, wahnsinn! Nun aber Stück für Stück. 

Taman Wisata Alam Gunung Tunak

Am ersten Tag wollten wir die Umgebung rund um Kuta erkunden. Wir sind einfach mit dem Roller los und haben uns von Google Maps treiben lassen. Und so sind wir am Gunung Tunak Nationalpark gelandet. Hier mussten wir eine Conversation Fee zahlen und durften dann mit dem Roller weiter. Es ging ca. 2 km auf normaler Straße, danach wurde es eine Schotter/Stein/Sand/Feldweg-Kombination 😅 

Unser erstes Ziel war der Pantai Bilasayak. Und was sollen wir sagen? Der Strand ist der Hammer! Die Wellen und das wilde Meer preschen hier in die Bucht, das ist einfach atemberaubend. Wir hatten den Strand ganz für uns alleine und hätten sicher Stunden dort sitzen und den Wellen zusehen können. Zum Baden war das Wasser etwas zu wild, aber in der Brandung toben bringt ebenso viel Spaß und sorgt auch für die nötige Abkühlung 💦 

Am linken Ende führte ein kleiner Trampelpfad die Klippen hinauf, und von oben hatten wir natürlich einen richtig tollen Blick auf den Strand und die Küste! Das Terrain hätte sich auch super zum Wandern geeignet; wir waren aber leider nur mit Flipflops unterwegs und hatten keine Schuhe dabei… Fürs nächste mal wissen wir es besser! 

Weiter ging es im Anschluss an den Pantai Teluk Ujung. Auch ein richtig schöner Strand mit feinem Sand, an dem ein Hotel mit zwanzig Bungalows steht. Auch hier war nur ein anderes Pärchen und wir durften am Hotel die Sunbeds nutzen. Es gab Fruits und CapCay zum Lunch, eine Partie Schach und wir konnten herrlich mit Blick aufs Meer entspannen. Das Essen war trotz Hotel auch gar nicht teuer (35k IDR für CapCay) – das Kuriose aber wieder: Wir wollten noch eine Flasche Wasser kaufen, die sollte aber für 0,5l 30k IDR kosten. Normaler Restaurantpreis liegt für eine 1,5l Flasche bei 10-15k IDR. Wie kann denn Wasser fast teurer als Essen sein? Das muss man manchmal nicht verstehen 🤷‍♀️

Eigentlich wollten wir noch zu einem dritten Strand/Aussichtspunkt, den man nur zu Fuß erreichen kann. Da wir aber leider kein Wasser mehr hatten, haben wir uns dann dagegen entschieden. 

Unser Fazit zum Nationalpark: Landschaftlich total schön und bestimmt super zum Wandern geeignet. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir ganz sicher zu Fuß durch den Park marschiert. Es gibt im Zentrum des Parks eine Reh-Station und ein Schmetterlingszentrum – leider liegt das alles ziemlich verlassen dort. Wahrscheinlich gab es hier vor Corona große Pläne, die dann auf Eis gelegt wurden. Auch am Pantai Bilasayak steht eine richtig toll gebaute Bambusterrasse mit Sanitäranlagen und wahrscheinlich sogar einem Pool, die sicherlich mal eine Beachbar werden sollte – doch leider nie fertiggestellt. Schade! 

67 km nach Westen zum Mekaki Beach – oder doch nicht?

Als wir 2016 das erste Mal auf Lombok waren, haben wir auch ein paar Nächte im Westen der Insel bei den Secret Gilis verbracht. Von dort haben wir mit dem Roller den Mekaki Beach entdeckt, oder von uns auch liebevoll Sichelstrand genannt. Warum Sichelstrand? Wir kamen damals dort an und waren ganz alleine. Plötzlich kamen drei Einheimische mit Sicheln und haben sich zu uns gesetzt. Damals waren wir noch nicht so asienerprobt und wussten nicht, dass sie einfach nur interessiert waren und Sicheln hier ganz normales Arbeitszeug sind – wir fühlten uns also etwas unwohl. Am Ende war das eine total krasse Erfahrung und wir erinnern uns immer wieder gerne an genau diesen Tag zurück. Und so kam es auch, dass wir dieses Jahr unbedingt nochmal da hin wollten; denn der Strand war grandios! 

Von Kuta sind das 67km Richtung Westen. Mit dem Roller kann das ganz schön lang sein. Es geht über Berge und durch Täler, immer an der Küste entlang. Das Besondere an Lombok ist, dass du immer wieder traumhafte Ausblicke auf die Küste hast. Du fährst über die nächste Bergkuppe und hast wieder einen tollen Ausblick – und so geht das die ganze Fahrt: Bergkuppe – Aussicht – Bergkuppe – Aussicht usw. Wir lieben es!

Wir sind durch viele Berg- und Küstendörfer gekommen und das spannende ist, dass jedes irgendwie anders aussieht und man immer wieder denkt, man wäre in einer ganz anderen Welt. 

Nach 1,5 Stunden Fahrt näherten wir uns endlich unserem Ziel und dann, kurz vor der Abfahrt zum Strand, werden wir angehalten. Ursprünglich dachten wir, es wäre nur die übliche Parkgebühr fällig, aber der Mensch sagte uns, der Strand ist CLOSED. Whaaaaaat? 😨 Und so kam es, dass wir fast 70km (eine Richtung!) gefahren sind, den Mekaki Beach aber leider nicht zu Gesicht bekamen, weil das Gebiet wegen eines “Großprojekts” gesperrt ist. Richtig schade ☹️

Aber wir wissen ja schon, dass es oft anders kommt, als man denkt und nehmen die Dinge deshalb einfach wie sie kommen. Die Fahrt hat sich wegen der schönen Panoramen und Streckenführung auch so gelohnt. Also sind wir umgekehrt und haben uns auf die Suche nach neuen Orten gemacht. 

Eine kleine Perle haben wir mit dem Pantai Nambung auch schnell gefunden. Ein noch völlig unbebauter, kilometerlanger weißer Sandstrand mit türkisem Meer. Herrlich! Von einem Local haben wir eine Kokosnuss bekommen, die so viel Fruchtfleisch hatte, dass sie als komplettes Mittagsgericht für zwei ausgereicht hat. Mega lecker! 🥥

Im Anschluss sind wir weiter an den Pantai Torok. Auch ein super langer Strand mit feinem Sand. Hier steht in der Mitte eine kleines Resort, aber es gibt noch genug freien Platz. Am Ostende des Strands kann man rüber zum Selong Belanak Beach schauen und sieht ihn und den vorgelagerten Felsen so mal aus einer anderen Perspektive. 

Zum Abschluss haben wir noch die Abendsonne am Pantai Lancing genossen und den Tag ausklingen lassen.

Pink Beach im Osten Lomboks

Wir sind noch nicht genug Roller gefahren, deshalb ging es für uns am nächsten Tag wieder 57km weit – diesmal Richtung Osten an den Pantai Pink. Die Fahrt war auch wieder total spannend, denn der Südosten ist so ganz anders, als der Westen. Hier dominieren erst die Tabakpflanzen das Landschaftsbild und überall am Straßenrand liegt der Tabak zum Trocknen aus. Ich bin wohl noch nicht komplett vom Rauchen geheilt, denn ich fand das roch echt lecker 😂

Im äußersten Südosten wird es dann richtig trocken. Man fährt durch trockenen Wald und die Landschaft an der Küste erinnert an total Kreta. 

Der Pink Beach ist einfach nur Bombe. Eine schöne kleine Bucht mit leicht rosafarbenen Sand, klasse Meer und ein paar Warungs im Hintergrund. Die Klippen links und rechts des Strandes kann man begehen und bekommt dadurch eine tolle Aussicht auf die Bucht und die Küste. Wenn man dem östlichen Weg folgt, kommt man sogar zu einem weiteren versteckten Strand. Der Weg wird sehr schmal und verläuft direkt am Hang, besser wären hier feste Schuhe gewesen (wir hatten natürlich wieder nur FlipFlops).  

Der Strand wird übrigens durch die Überreste der roten Korallen leicht rosa, daher auch der Name Pink Beach.

Ganz besonders war für uns die Aussicht auf den Mount Rinjani. Der Gipfel des Rinjani liegt super oft in Wolken, daher ist jeder Anblick immer irgendwie magisch ✨

Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stop an der Ekas Bay eingelegt. Eine riesige Bucht, die vor allem bei Surfern beliebt ist. Hier konnten wir noch ein bisschen die Nachmittagssonne genießen.

Fazit: Lomboks Süden ist einfach schön. Wir sind zum fünften mal in Kuta und haben trotzdem in den Tagen so viel Neues entdeckt – und da ist noch so viel mehr! Wir merken: die Woche wird einfach wieder nicht ausreichen, um alles zu erkunden. Aber so gibt es weiterhin einen Grund in unser geliebtes Kuta auf Lombok zurückzukehren ❤️


2 Antworten zu „Drei Tage, drei Richtungen: Unterwegs in Lomboks Süden “

  1. Avatar von W aus HH
    W aus HH

    Liebe Bianca, danke für diese wunderschönen und detaillierten Beschreibungen/Fotos eurer Fahrten. Ich fühle mich so, als ob ich auf dem Rücksitz als 3. Person sitze und erlebe die Fahrt live mit. Dieser Reiseblog ist fantastisch. Und dass Frederik wieder OK ist und ihr solche Ausflüge macht, freut mich sehr. Man spürt, dass ihr beide wirklich zufrieden und glücklich seid, auch wenn es ein paar unplanbare Ereignisse gab. Geniiiisst weiter euer adventure.

  2. Avatar von Sany Löwe
    Sany Löwe

    Ihr mit euren Flip-Flops 😂 Die Fotos sind mal wieder der Hammer. Das ist alles so unfassbar schön dort. 🤩😍 Das mit dem Sichelstrand ist lustig, war aber damals sicherlich ziemlich schräg. Jetzt muss ich mir erst mal den Rinjani auf Google Maps anschauen. 🤩😘

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