Eigentlich war es nie unser Plan nach Surabaya zu kommen. Wir hatten die Stadt irgendwie als unattraktiv abgespeichert; keine Ahnung warum. Manchmal ist das einfach so. Nun mussten wir aber irgendwie von Papua nach Borneo kommen und das geht am besten über Surabaya. Und dann dachten wir uns, dass wir uns die Stadt auch gleich einmal anschauen können und haben zwei Nächte dort verbracht. 

Von Sorong ging es über Ambon nach Surabaya. In Ambon durften wir im Flieger sitzen bleiben, das hatten wir so bisher auch noch nicht mitgemacht 😅 

Unser Hotel in Surabaya lag direkt am Fluss in der Innenstadt und war damit super zentral gelegen. Vom Rooftop des Hotels hatte man einen super Ausblick über die Stadt. 

Am ersten Abend haben wir uns direkt zu Fuß auf den Weg gemacht und wollten zum Pasar Atom, angeblich ein super Foodmarkt. Als wir dort ankamen, mussten wir allerdings feststellen, dass er nur bis 17 Uhr geöffnet hat – was ist das denn für ein Markt? 😅 Also gabs Dinner am nächsten Lalapan-Stand; war auch sehr lecker. 

Haare schön, Nägel neu 

Am nächsten Tag hatten wir dann erstmal ein paar wichtige Dinge auf dem Zettel:

  1. Freddy musste zum Friseur und
  2. ich brauchte neue Nägel 😄 

Also ging es als Erstes auf die Suche nach einem Friseur, in Indonesien Rambut genannt. Google Maps war mal wieder nicht so zuverlässig, aber zum Glück findet man Barbiers in Indo wirklich an jeder Ecke, so dass wir diesmal recht schnell fündig geworden sind. Ein kleiner typischer Mini-Friseur; die Kommunikation ist immer abenteuerlich, klappt am Ende aber immer. Und so hat Freddy nun auch wieder die Haare schön. 

Als Nächstes haben wir für mich ein Nagelstudio gesucht, was schon etwas schwerer war. Denn die meisten hier haben nur normalen Gel-Nagellack; aber keine Gelnägel. Am Ende wurde ich aber auch fündig und hab die Nägel wieder schön. 

Und damit war unser Programm abgeschlossen und wir konnten Sightseeing machen. Surabaya ist eine recht große Stadt mit 3 Mio. Einwohnern. Typisch Asien ist die Stadt natürlich vor allem auf den Hauptstraßen extrem voll. Das schöne hier aber: überall gehen die kleinen Wohngassen ab, in denen die Menschen leben. Hier ist es total ruhig, die Gassen sind schön grün gestaltet und man entkommt dem Großstadtdschungel direkt. Es ist auch erstaunlich WIE ruhig es hier ist. Das hat uns total gut gefallen. 

Und auch sonst haben die Locals hier ein Auge fürs Schöne. Selbst die Gullideckel sind mit dem Wahrzeichen der Stadt verziert. Denn der Name „Surabaya“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Weißer Hai“ (Sura) und „Krokodil“ (Baya). Und so findet man die beiden Tiere überall in der Stadt. 

Für uns ging es noch in einen kleinen Park, den Taman Bungkul, bevor wir uns auf zum Nightmarket Pasar Malam Kodam Brawijaya gemacht haben. Und dieses Mal sollte es auch klappen. Endlich wieder Nachtmarkt, und wir konnten uns richtig durchschlemmen: Lumpia, Takoyaki, Japanese Pancakes. Am Ende waren wir pappsatt und froh, dass wir noch 6 km zum Hotel laufen mussten 😂 

Wir hatten eineinhalb schöne Tage hier, wobei uns Surabaya mit seinen schönen Details, ruhigen Gassen und vor allem auch erstaunlich wenig Müll extrem überrascht hat. Am Ende war es für uns mit eine der attraktivsten indonesischen Städte, die wir besucht haben. Wer hätte das gedacht ☺️


Eine Antwort zu „Eine unerwartete Entdeckung: Surabaya “

  1. Avatar von Nati
    Nati

    Darauf habe ich seit Jahren gewartet: SURABAYA ❤️
    Die Stadt hat schon immer nach euch gerufen und nun hat sie euch so gut gefallen. Wie toll!

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