Mit dem Nachtbus ging es in 9 Stunden von Bangkok bis nach Ranong. Von hier dann nochmal knapp 45 Minuten mit dem Speedboat nach Koh Phayam – einer kleinen Insel in der Andamanensee. Endlich zurück am Meer!

Vom Pier sind es noch etwa 2,5 km bis zu unserer Bungalowanlage. Normalerweise nimmt man von hier ein TukTuk, doch die Fahrer hier wollen für die kurze Fahrt 100 Baht pro Person (ca. 2,85€). Klingt nicht so viel, ist für hier aber viel. Und für uns Low Budget Traveller sowieso. Also sind wir kurzerhand zu Fuß gegangen – wofür haben wir denn Backpacks? War anstrengend 🤣

Wir wohnen in einer Bugalowanlage, die in einem tollen Garten angelegt ist. Von unserer Veranda gucken wir nur ins Grüne. Unser Bungalow ist klein, aber für uns völlig ausreichend. Hier lässt es sich für die nächsten 7 Tage aushalten! 

Entspannung pur

Wir nutzen die komplette Zeit auf Koh Phayam um mal wieder so richtig runterzufahren. Die letzten Wochen Stadt und Inland waren dann doch irgendwie anstrengend, vor allem weil wir beide auch noch krank waren. Und uns ist aufgefallen: wenn wir am Meer sind, haben wir zwischendurch immer wieder Ruhezeiten, wenn wir zum Beispiel am Strand liegen. In der Stadt oder im Inland fallen diese Ruhezeiten weg. Und das muss man dann wieder anders kompensieren. Wir sind also erstmal froh zurück am Meer zu sein. Baden, relaxen, lesen… so kommen wir richtig zur Ruhe. 

Unsere Tage sehen dabei relativ ähnlich aus: wir schlafen aus, ich arbeite ein bisschen und trainiere eine Stunde. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zum Strand, kaufen unterwegs Fruits und essen unsere leckere Bowl am Meer. Hier entspannen wir, und gehen vielleicht noch weiter zu anderen Stränden. Am frühen Nachmittag geht es dann zurück zum Bungalow, ich fange an zu arbeiten und Freddy trainiert eine Stunde. Um 18 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Dinner. Danach gehts direkt auf die Veranda, wir spielen Karten oder gucken einen Film, bevor es ins Bettchen geht. Richtige Relax Days also. 

Oder: Walking to the Beach Days

Anders gesagt werden unsere Tage hier zu den Walking to the Beach Days. Denn: Wir erkunden Koh Phayam komplett zu Fuß. Die Insel ist nicht besonders groß, gerade einmal 10 x 5 km – perfekt für kleine Wanderungen. Die meisten Leute fahren natürlich trotzdem Roller und so waren wir wieder die Außerirdischen; aber das stört uns schon lange nicht mehr. 

Die Hauptstraße, die vom Pier zum Long Beach führt, ist relativ gut befahren. Es fahren zwar nur Roller und Pick-Ups, aber das kann teilweise schon etwas nerven, weil es keine Fußwege gibt und man dauernd ausweichen muss. Die kleinen Nebenstraßen sind dafür umso leerer und hier lässt es sich wunderbar laufen. Man kann halt nicht immer alles haben 🙃

Hin Talu Beach

Dieser Strand liegt nur ca. 400 Meter von unserem Hotel entfernt. Ein schöner Strandabschnitt, an dem man bei Flut auch richtig gut baden kann. Bei Ebbe ist das Wasser hingegen sehr flach. 

Aow Yai aka Long Beach 

Der Long Beach liegt im Südwesten der Insel ca. 3,5 km von unserem Hotel entfernt und ist wirklich ein LONG Beach. Der Strand ist bestimmt 4 km lang, es gibt nur Sand und die kleinen Wellen kommen gleichmäßig in die Bucht. Hier kann man sogar surfen! Der Strand erinnert von seiner Weite und Aufmachung total an unseren Lieblingsstrand Selong Belanak auf Lombok, und so fühlen wir uns hier auch direkt wohl. Es gibt einige Strandbars und auch Hotels direkt am Strand; trotzdem ist es super leer. 

Aow Hin Cow

Ein schöner einsamer Sandstrand an der Ostseite der Insel. Leider wird hier super viel Müll angespült, und bei Flut kann man richtig sehen, wie der Müll im Wasser schwimmt und langsam immer näher kommt. Schade, aber das ist leider überall auf der Welt ein riesiges Problem.

Ao Kwangpeep

Dieser Strand liegt ganz an der Nordspitze der Insel. Das letzte Stück muss man zu Fuß zurücklegen. Dafür wird man mit einer super schönen kleinen Bucht belohnt, in der man herrlich baden und entspannen kann. Hier steht auch eine Hotelruine; schade, dass das nicht überlebt hat. Der Standort ist wirklich top. 

Ao Khao Kwai 

Auch eine sehr schöne, wieder etwas größere Bucht an der Nordwestseite der Insel. Auch hier nur Sand, wie überall auf der Insel. Hier steht die bekannte Hippie-Bar, die sehr speziell aussieht. Kindern unter 5 ist der Zutritt verboten; bis 10 Jahre darf man nur bis 14 Uhr rein. Sowas haben wir auch noch nicht erlebt. 

Ao Mook

Dieser Strand liegt an der Südostseite der Insel und laut dem Owner unseres Bungalow sollte man von hier bei Ebbe auf die kleine vorgelagerte Insel Koh Kham rüberwandern können. Als wir dort waren, waren wir wohl leider etwas zu spät. Der Strand lädt trotzdem zum entspannen ein, baden bei Ebbe ist aber schwierig. 

Hier steht außerdem das verlassene Koh Phayam Resort. Schöne Bungalows in bester Lage direkt am Meer, doch leider ist alles verlassen, heruntergekommen und teilweise richtig zerstört. Schade! 

Aow Ko-Kyu 

Die kleine Bucht liegt im Südosten der Insel nicht weit vom Long Beach entfernt. Zum Strand geht es etwa 5 Minuten über Treppenstufen hinab. Der Strand ist total schön, doch leider hat es geregnet, als wir hier waren, so dass wir ihn nicht so richtig auskosten konnten. Oben am Eingang gibt es ein Restaurant. 

Ihr seht, es gibt super viele Strände auf Koh Phayam und generell sind alle schön. Es gibt überall nur Sand, man kann gut baden und entspannen. Am öftesten waren wir dann aber doch am Long Beach – irgendwie zieht uns diese Weite dann doch immer wieder an. 

Good Food 

Wir haben auf Koh Phayam zwei richtig tolle Restaurants entdeckt: Back to December und Eco Restaurant. In beiden waren wir tatsächlich drei Mal essen, weil es uns so unglaublich gut geschmeckt hat und wir am liebsten die komplette Karte durchprobiert hätten. Ein Highlight war auf jeden Fall die Tom Yum Veggie Soup. Außerdem das Massaman Curry, die Morning Glory und Tofu Cashew Nut – aber eigentlich war auch alles super lecker!

Außerdem gab es hier einen Stand, der Mango Sticky Rice mit Homemade Coconut Icecream verkauft hat. Das war auch absolut himmlisch. 

Koh Phayam Festival 

Am 08. und 09. Dezember hat das Koh Phayam Festival am Hin Talu Beach stattgefunden. Das Festival markiert die Saisoneröffnung und am Strand ist eine große Bühne aufgebaut. Dazu natürlich viele Foodstalls. Diese waren teilweise halb im Wasser, was total cool war. Das Personal läuft Barfuß, denn die Füße werden nass. Wir haben hier nur einen kurzen Abstecher gemacht, denn gegessen hatten wir schon und ich musste leider noch arbeiten. Aber es war toll anzusehen, besonders weil es ein Fest für die Locals war. 

Und so vergingen unsere 7 Tage auf der Insel doch wieder viel schneller als erwartet. Es tat wirklich gut mal wieder so richtig auszuspannen und am Tag eigentlich so gut wie nichts vorzuhaben. Einfach schauen, was passt und drauflos marschieren. Das mögen wir am liebsten. Die Insel hat uns die nötige Ruhe gegeben, die wir brauchten.

Doch jetzt geht es für uns weiter und es steht etwas ganz besonderes auf dem Programm!


2 Antworten zu „Endlich zurück am Meer: Ruhige Tage auf Koh Phayam “

  1. Avatar von Sandra
    Sandra

    Tolle Strände 🤩
    Ich muss unbedingt mal irgendwann/irgendwie/irgendwo Mango Sticky Rice probieren.
    😘

  2. Avatar von Wolfgang
    Wolfgang

    Hey, schließe mich Sandra an : tolle Insel mit tollen, schönen Stränden. Und alles so relax und entspannt. Echt eine Erholung. Und man/ihr braucht auch mal ein Aufladen der Batteriereserven…..
    Essen ist echt ein oder DAS highlight. So vielfälltig und auch optisch toll zubereitet. Ich versuche auch mal alles, wenn ich mal dahin komme……

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