Dass unsere Zeit auf Koh Chang vorbei ist, finden wir tatsächlich ein bisschen traurig. Denn: wir haben uns hier total wohl gefühlt. Vorher hatten wir tatsächlich ein bisschen Bedenken, ob zehn Tage nicht zu lang sind. Letztendlich hätten wir sogar noch länger bleiben können. Gerade die Routine hat uns wieder extrem gut getan. Und Koh Chang ist einfach eine tolle, entspannte Insel. Der Vibe stimmt.
Trotzdem freuen wir uns auf neue Abenteuer. Thailand ist super, aber eben auch einfach. Und wir wollen mal wieder raus aus der berühmten Komfortzone. Neues Erleben, Abenteuer, Schwierigkeiten. Also gehts ab nach… Kambodscha!
First Stop: Koh Kong
Die Reise nach Koh Kong, ein Örtchen direkt hinter der Grenze, wollen wir ganz auf eigene Faust und Step by Step organisieren. Dafür mussten wir zuerst an den Pier zur Autofähre im Norden von Koh Chang. Eigentlich kein Problem, fahren doch über die Insel die kleinen Pick-Up-Taxis zu festgelegten Preisen. Also sind wir einfach an die Straße und wollten eins anhalten. Doch so einfach wie gedacht war es dann doch nicht. Es stellte sich heraus, dass die Pick-Ups immer nur zur vollen Stunde in Bang Bao im Süden losfahren und dann gegen 25-30 bei uns vorbeifahren. Da hatten wir sie wohl genau verpasst, als wir um 10:30 Uhr aus dem Hotel kamen 😏
So mussten wir dann fast eine Stunde auf den nächsten Pick-Up warten, der uns dann aber für 50 Baht pro Person zum Pier mitnahm. Hier konnten wir dafür direkt und ohne Wartezeit auf die Fähre. Die 30 Minuten Fahrt haben wir genutzt, um zu frühstücken – Breakfast View mal anders.


Zurück auf dem Festland, ging es für uns mit dem Pick-Up für 100 Baht pro Person bis nach Trat zum Bus Terminal. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. Am Bus Terminal fanden wir auch direkt den Minivan, der uns für 140 Baht / Person in einer knappen Stunde an die Kambodschanische Grenze brachte.


Grenzübergang Thailand – Kambodscha
An der Grenze angekommen, geht man zuerst zur thailändischen Immigration um auszureisen. Das geht ganz problemlos und funktioniert genau wie am Flughafen. Danach betritt man die neutrale Zone, das Niemandsland. Etwa nach 200 Metern erreicht man dann die kambodschanische Immigration. Hier müssen wir für 30 USD ein Visum beantragen. Im Anschluss können wir durch die Immigration (auch diese funktioniert genau wie am Airport) und dürfen in Kambodscha einreisen. Alles ganz easy 🙃

Hinter der Grenze nehmen wir uns ein TukTuk und fahren für 15k Riel (4000 Riel = 1 USD) zum Hotel.
Koh Kong nutzen wir nur als Zwischenstation, denn eigentlich wollen wir ins Kardamongebirge. Die Weiterreise organisieren wir von hier. Wir wohnen in Renes Pasta Bar und Guesthouse in einem wirklich sehr einfachen Zimmer ohne Klimaanlage für 13 USD pro Nacht.


Zu Fuß durch Koh Kong
Nachdem wir die Bustickets direkt bei der Station für den nächsten Morgen gekauft haben, gehen wir noch zu Fuß durch den Ort. Man merkt direkt: hier weht ein anderer Wind. Und wir fragen uns: wie anders kann eine Welt nur ein paar Kilometer hinter der Grenze sein?
Koh Kong ist ein kleines Örtchen, in dem man das authentische kambodschanische Leben beobachten kann. Die Straßen sind schlecht (wenn vorhanden), es gibt einen großen Markt, auf dem man Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, aber auch Kleidung und Kosmetik kaufen kann. Supermärkte gibt es so gut wie keine. Am Fluss wird geangelt, der Müll sammelt sich am Ufer und unter den Häusern.






Restaurants haben wir auf unserem Weg durch den Ort keine gesehen und so entscheiden wir uns (leider) bei uns im Hotel zu essen. Wir bestellen Fried Vegetables, Mixed Salad und Freddy folgt Renés Empfehlung und nimmt das Chili con Carne. Für 13 USD ist dies eines unserer teuersten Dinner bisher, aber leider nicht das leckerste. Passiert 🤷♀️

Schade nur, dass wir am Fluss auf unserem Verdauungsspaziergang ganz viele kleine super Stände entdeckt haben. Hier hätten wir sicherlich authentisch und günstig essen können… das wäre mehr nach unserem Geschmack gewesen.
Danach ging es dann etwas frustriert ab ins Bett – unser Bus sollte am nächsten Morgen um 8 Uhr abfahren.

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