Als wir 2016 das erste Mal in Indonesien waren, stand in jedem Reiseführer und auf jedem Travelblog, dass Gili Trawangan die Partyinsel schlechthin sein soll und man dort nur als Sauftourist glücklich wird. Entsprechend waren wir damals auf Gili Air und haben ganz am Ende unserer Reise nur eine Nacht auf Gili T. verbracht. Es stellte sich heraus, dass die Insel gar nicht so schlimm war, und wir bedauerten ein wenig, nur so wenig Zeit gehabt zu haben.
Deshalb wollten wir hier dieses Jahr unbedingt nochmal hin! So legen wir auf dem Weg nach Lombok einen kleinen Zwischenstopp auf der kleinen Insel ein.
Von Nusa Penida ging es mit dem Speedboat in knapp zwei Stunden nach Gili Trawangan. Ich dachte immer ich bin seefest, musste aber feststellen, dass mir zwischenzeitlich ganz schön übel wurde 🤢 Ich habs aber noch ohne Sickness Pill geschafft!
Schon bei Ankunft haben wir gemerkt: Hier ist was los. Überall Musik, Beerpong-Tische und Cocktail-Angebote an jeder Ecke! Ist mal was anderes 😅
Die Insel ist super klein und es gibt keine motorisierten Fahrzeuge! Man kann eigentlich alles zu Fuß erreichen oder leiht sich ein Fahrrad. Hier gibt es auch noch die traditionellen Pferdekutschen, die für den Transport allen Guts auf der Insel eingesetzt werden.

An unserem Ankunftstag wurden wir erstmal von einem richtig heftigen Monsunregen begrüßt. So einen starken Regen haben wir noch nie erlebt – und das als Hamburger! Es war wirklich einmalig: Innerhalb kürzester Zeit war die Insel einfach überschwemmt. Wir mussten letztendlich durch knöcheltiefes Wasser zu unserem Hotel zurück; ganz viel Schmodder inklusive. Aber vorher haben wir uns noch ein Eis gegönnt, das geht immer 😅




Die beiden Tage haben wir genutzt und die Insel zu Fuß erkundet. Das Schöne: Man kann wirklich einmal rundherum an der Küste entlanggehen. Das war auch für Freddy ideal, um langsam wieder in Bewegung zu kommen.
Und man muss sagen: das Wasser auf Gili Trawangan ist wirklich einmalig. Diese Farben sind so wunderschön, dass man direkt versteht, warum sich gerade hier so ein Touristenhotspot entwickelt hat.









Schon vor acht Jahren reihte sich ein Lokal ans andere, doch das beschränkte sich vorwiegend auf das Gebiet um den Hafen. Mittlerweile hat sich das deutlich ausgeweitet. Im Hafengebiet dominieren Restaurants, Bars und Hostels. Im Inselinneren findet man die Bungalowanlagen und an der nordwestlichen Küste gibt es nun größere Resorts für die besser betuchten Gäste.
Es war schön die Insel einmal zu umrunden und dabei die verschiedenen Facetten des Tourismus zu sehen. Zwischendrin haben wir Badepausen eingelegt und uns eine balinesische Massage am Strand gegönnt.
Am ersten Abend haben wir ganz untypisch für uns Western Food gegessen 🙊 Doch bei Reginas Pizza soll es angeblich die beste Pizza Indonesiens geben; das mussten wir natürlich testen. Und tatsächlich war diese Pizza extrem lecker – vor allem für indonesische Verhältnisse.
Am zweiten Abend wollten wir dann aber den Trawangan Nightmarket ausprobieren. Es gab Satay-Spieße und gegrillten Maiskolben, dazu kann man sich aus der Auslage verschiedenes Gemüse, Tofu und Tempeh aussuchen. Lecker 😋


Generell hat uns der Aufenthalt gut gefallen, die Insel ist aber definitiv viel zu sehr ausgebaut. Voll war es eigentlich gar nicht, viele Restaurants und Hotels waren relativ leer. Aber bebaut ist die Insel für unseren Geschmack zu viel. Außerdem passt sie einfach nicht in das indonesische Bild: Denn alles was hier propagiert wird, steht in totalem Kontrast zur indonesischen Kultur. Alleine, dass um 4:40 Uhr der Muezzin singt, während drei Ecken weiter Beerpong gespielt wird… aber mehr dazu in unserem kommenden Inselfazit.
Jetzt geht es für uns erstmal nach Hause 🫶

Schreibe einen Kommentar